Duell der Ladezeiten: PS5 gegen Xbox Series X – wer hat die Nase vorn?

Das Duell der ewigen Rivalen Microsoft und Sony im Kampf der Konsolen geht mit der PS5 und der Xbox Series X/S in die nächste Runde. Neben Kriterien wie Design, Spieleangebot und Leistung sind nun auch mehr die Ladezeiten elementar geworden. Erste Vergleiche zeigen, wer die Nase vorne hat.

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Wer ist beim Kampf der Konsolen stärker? Xbox Series X oder PlayStation5? Zumindest auf dem Papier ist die das Microsoft-Topmodell dem Konkurrenten überlegen: Der schwarze Power-Tower kommt auf 12 Teraflops Rechenleistung, die Sony-Maschine “nur” auf 10,28 Teraflops. Dafür ist der Datendurchsatz der verbauten SSD-Festplatte bei der PS5 doppelt so hoch.

Wie sich dieser Unterschied im laufenden Betrieb niederschlägt, verraten nun erste Vergleiche bei den Ladezeiten von Third-Party-Titeln, die auf beiden Systemen verfügbar sind.

Sowohl die Xbox Series X als auch die PlayStation5 setzt auf eine SSD als Speichermedium.© Microsoft

Devil May Cry 5” mag zwar ein älterer Titel sein, doch die “Special Edition” des stylish inszenierten Action-Spektakels ist ein eigens für die Next-Gen-Konsolen optimiertes Spielerlebnis. Das gilt sowohl für die grafische Aufhübschung als auch für die Bildwiederholungsraten von bis zu 120 Frames pro Sekunde. Die Gaming-Website “Kotaku” hat für einen Vergleichstest die Ladezeiten auf der PS5 und der Xbox Series X/S gemessen – vom Zeitpunkt, bei dem man auf “Start” drücken kann, bis zu dem Moment, in dem der Charakter spielbar ist. Das Ergebnis: Die PlayStation 5 braucht 4,01 Sekunden, die Xbox Series X 5,59 Sekunden – und die kleine Schwester Series S gar 6,95 Sekunden.

Eine Sache von Sekunden

Die PS5 lädt Spiele einen Ticken schneller als die Xbox Series X. Doch der Unterschied ist zu vernachlässigen.© Sony

In einem weiteren Test stoppten die Gaming-Experten die Zeit, die verging, um vom Start-Logo der Konsolen ins Startmenü des Spiels zu kommen. Die Überraschung: Die PlayStation 5 benötigte hierfür 19,52 Sekunden, die Xbox Series X die doppelte Zeit: 41,98 Sekunden. “Die Xbox Series X benötigte offenbar mehr Zeit, meine Netzwerkumgebung zu überprüfen als die PS5”, erklärt der Tester. Zudem verlöre man Zeit, um auf der Xbox-Variante ein entsprechendes Dialogfeld mit dem A-Button zu schließen.

Bei der Basketballsimulation “NBA 2K21” brauchte die PS5 indes 6,92 Sekunden, die Xbox Series X nur 5,19 Sekunden, um vom “Play”-Button im Hauptmenü in das Spiel zu kommen und die Eröffnungs-Animation zu überspringen. Hinsichtlich der Wartezeit vom jeweiligen Markenlogo der PlayStation oder Xbox zum Hauptmenü lag wiederum die PS5 mit 14,43 Sekunden vorn, während bei der Xbox Series X 22,81 Sekunden vergingen.

Wer hat die Nase vorn?

Das Fazit: Alles in allem scheint die Xbox Series X beim ersten Startvorgang ein wenig mehr Zeit zu benötigen, um den Nutzer ins Spielgeschehen zu verfrachten. Doch diesen Nachteil gleicht das Quick Resume-Feature schnell wieder aus. Es erlaubt den schnellen Wechsel zwischen Games, ohne dass diese komplett von neuem geladen werden müssen.

Xbox-Besitzer steigen stattdessen nach wenigen Sekunden an der Stelle wieder ein, wo sie zuvor zu spielen aufgehört hatten. Das funktioniert sogar nach einem Reboot oder dem Ausschalten der Konsole.

Wenn es indes um ältere, abwärtskompatible Games geht, hat offensichtlich die Xbox die Nase vorn. Die Website “Gamespot” kam bei “Destiny 2” beispielsweise zu folgendem Ergebnis: Vom Menü zum Charakterbildschirm brauchte die PS5 genau 50,14 Sekunden.

Die Xbox Series X war nach 34,26 Sekunden schon am Ziel. Ähnlich verhielt es sich auch bei Titeln wie “Batman: Arkham Knight“, “Final Fantasy 14“, “Monster Hunter World” oder “Red Dead Redemption 2“.

Sobald man im Spiel selbst navigiert, dürften sich die Unterschiede ohnehin marginalisieren. Kein Wunder, denn auch wenn Sony und Microsoft auf unterschiedliche Massenspeicher setzen, eint sie die verbaute AMD-Hardware bei Prozessoren und Grafikchips. © 1&1 Mail & Media/teleschau

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