Elke Heidenreich lästert über Literaturpreise

Die Autorin und Literaturkritikerin Elke Heidenreich überrascht jetzt mit ihrer Meinung zu Buchpreisen. Die sind ihr zum einen egal und erscheinen ihr zum anderen sogar lächerlich.  

“Jedes Buch erzählt anders”

“Auch der Nobelpreis für Literatur erscheint mir lächerlich”, fügte Heidenreich hinzu und sagte: “Man kann nicht Bücher preisen und gegen andere Bücher ausspielen. Jedes Buch erzählt anders.” Sie selbst habe sich aus diesem Grund nie an einer Jury beteiligt.

Zur Vergabe des Literaturnobelpreises an Peter Handke sagte Heidenreich der Zeitung: “Ich bin kein Handke-Fan, nie gewesen.” Sie sei mit vielen Dingen, die Handke sage und tue, nicht einverstanden. “Mit Don DeLillo, Richard Ford oder auch Thomas Pynchon hätte man eine bessere Wahl getroffen.” Trotzdem sie gönne dem österreichischen Autoren die Auszeichnung.

“Ich orientiere mich an meinem eigenen Geschmack”

Bei der Auswahl ihrer Lektüre richte sie sich nicht nach den Nominierungen für Buchpreise. “Ich orientiere mich an meinem eigenen Geschmack, an meiner Erfahrung, an meiner Lust zu lesen, an den Katalogen: Wo ist ein interessanter Erstling, wo ein Zweitling, wer hat einen Inhalt, der mich interessiert”, sagte Heidenreich. “Jeder bespricht ja neue berühmte Sachen, aber dann gibt es die vielen kleinen, die vielen unbekannten Autoren, die nie so beachtet werden. Da habe ich viele Bücher entdeckt im Laufe der Zeit.”

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Am wichtigsten für die Wahl eines Buches seien persönliche Empfehlungen: “So geht es auch in meinem ganzen Freundeskreis. Dass eine sagt, das musst du unbedingt lesen und dann geben wir das Buch untereinander weiter, bis es auseinanderfällt”, sagte Heidenreich und fügte hinzu: “Lesen ist ein Glück.”

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