Endlich wieder vor Ort: Das Wichtigste zur gamescom 2022

  • Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause dürfen die Fans die gamescom 2022 wieder live vor Ort erleben.
  • Natürlich kann man aber auch weiterhin von Zuhause aus online mit dabei sein.
  • Das Wichtigste im Überblick.

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Erstmals nach zwei Jahren Pandemie-Pause öffnet die gamescom wieder ihre Pforten für Spiele-Fans aus aller Welt. Vom 24. bis 28. August können Besucher und Besucherinnen die nahe und ferne Zukunft der Computer- und Videospiele hautnah in Köln erleben.

Darüber hinaus bleibt aber weiterhin die Möglichkeit, die weltweit größte Publikumsmesse im Gaming-Bereich bequem von Zuhause aus mitzuverfolgen.

Früh war bekannt: Insgesamt über 250 Entwickler, Publisher und andere Vertreter der Branche werden als Aussteller vor Ort sein. Das gamescom-Team spricht mittlerweile von „aktuell über 550 angemeldeten Unternehmen“. Wichtig ist die Messe zudem für Kreative aller Art, die ebenfalls vor Ort sind. Seit vielen Jahren ist die Messe das weltgrößte Event sowie Europas größte Branchen-Plattform.

Was ist das Motto der gamescom?

Das Leitthema der gamescom lautet diesmal „Games: Das Herz der Popkultur“. game, der Verband der deutschen Games-Branche, erklärt dazu: „Games sind nicht nur das erfolgreichste Unterhaltungsmedium unserer Zeit, sondern mittlerweile auch das Herz der Popkultur, an dem sich andere immer häufiger orientieren.“ Das Partnerland ist diesmal Australien. Allein aus Down Under sind 37 Studios auf der Messe vertreten.

Auch die beiden großen Trends der gamescom sind bereits ausgemacht. Zum einen ist das die „nächste Generation des Mobile Gaming“. Der technische Fortschritt der Smartphones erlaubt immer komplexere und optisch eindrucksvollere Spiele. Dazu kommt, dass bekannte Hersteller ihre wichtigsten Marken auch auf Android- und iOS-Geräten abbilden. Crossplay zwischen Konsolen, PC und Handys sorgt ebenfalls für das Aufblühen des Mobile Gaming, das obendrein immer relevanter für den E-Sport wird.

Der andere gamescom-Trend räumt mit einem Klischee auf. Während Gamer bisweilen noch immer für ungelenke Couch Potatoes gehalten werden, geht die Messe in die Offensive: „Gesund durch Games“ lautet ein weiteres Leitthema. Dabei geht es nicht nur um Bewegungsspiele für die Fitness, sondern auch um die mentale Gesundheit. „Wholesome Games“ sollen durch ihr ruhiges Gameplay helfen, zu entspannen und den Alltag zu entschleunigen. Darüber hinaus werden Computer- und Videospiele immer häufiger auch in Therapien eingesetzt, etwa um Schmerzpatienten zu helfen, die Auswirkungen von Demenzerkrankungen zu lindern oder Kinder mit ADHS zu unterstützen.

Wie kommt man an ein Ticket für die koelnmesse?

Tickets für den Live-Event gibt es nur online zu kaufen, eine Kasse vor Ort wird es nicht geben. Mittwoch, der 24. August, bleibt den Fachbesuchern vorbehalten. Die Tageskarten für Donnerstag und Freitag kosten jeweils 25 Euro (ermäßigt, unter anderem für Schüler und Studenten, Azubis und Rentner: 18 Euro). Tickets für Samstag oder Sonntag schlagen mit jeweils 30,50 Euro zu Buche (ermäßigt: 23 Euro).

Gegen 1 Euro Aufpreis erhält man ein „green-Ticket“. Mit diesem unterstützt man den gamescom forest, bei dem echte Bäume gepflanzt werden, um einen klimastabilen Mischwald zu erschaffen. Familienkarten kosten für maximal 5 Personen (maximal zwei Erwachsene, Kinder müssen im Alter von sieben bis elf Jahren sein) 40 Euro (Donnerstag oder Freitag) oder pro Wochenend-Tag 50 Euro. Das größte Schnäppchen macht man mit der Abendkarte. Diese kostet jeweils 9 Euro pro Tag. Sie erlaubt den Zutritt ab 16 Uhr.

Wichtig zu wissen: Die gamescom Ticketing App ist zwingend nötig, um am Eingang eingelassen zu werden. Sie steht kostenlos in Apples App Store und dem Google Play Store zum Download bereit. Das gekaufte Ticket wird in der App angezeigt und dient vor Ort als digitale Eintrittskarte.

Welche Events erwarten die gamescom-Besucher und -Besucherinnen?

Natürlich bilden die zahllosen Anspielstationen und Gaming-Demonstrationen das Herzstück der Messe. Dazu kommen aber weitere Highlights. In der gamescom event arena sorgen beispielsweise AMD, Funcom und ESL Gaming/Qualcomm an unterschiedlichen Tagen jeweils mit einem vielfältigem Programm für Unterhaltung.

Ein paar Beispiele:

  • Dienstag: Den Auftakt bildet auch in diesem Jahr die große Eröffnungsshow gamescom: Opening Night Live (ab 20 Uhr) von und mit Geoff Keighley, bei der zahlreiche Premieren erwartet werden und die gamescom awards für die besten Spiele (Tickets gibt es hierfür ab Anfang August) verliehen werden. Online zu sehen auf Youtube und Twitch.
  • Donnerstag: Ein Event von Funcom zum Spiel „Metal: Hellsinger“ will die Welten von Gaming und Musik zusammenbringen.
  • Freitag: verschiedene Creator-Aktivierungen von und mit AMD.
  • Samstag und Sonntag: Mobile-E-Sport-Turniere der „Snapdragon Pro Series“, veranstaltet von ESL Gaming und Qualcomm.

In diesem Jahr wird das Creator-Angebot auf der gamescom stark ausgebaut. Erstmals wird es einen dedizierten Creator-Co-Working-Space geben. In diesem nur für Influencer und ihre Teams zugänglichen Bereich warten 100 Arbeitsplätze, High-Speed-Internet, Streaming-Kabinen, Ruhe- und Meeting-Bereiche, etc. Hunderte internationale Kreative haben bereits zugesagt.

Im Cosplay Village können Cosplayer wieder ihre Liebe zum Detail zeigen und ihre Idole treffen. Die besten Kostüme werden beim Cosplay Contest gekürt. Darüber hinaus warten in der indoor area Aktivitäten wie Laser-Tag, rd drift-Wettbewerbe und Nostalgie-Bäder (retro area).

Außerhalb der Messehallen darf man sich im „Red Bull Gaming Ground“ oder im gamescom beach club austoben. In der Kölner Innenstadt findet zudem traditionell das gamescom city festival mit Bühnen am Rudolfplatz und Hohenzollerring statt. Unter anderem geben sich Zoe Wees, Elif und zahlreiche andere Acts die Ehre.

Diese Aussteller haben zugesagt

Es wird bis zum Event weitere Zu- und Absagen geben. Fest eingeplant sind unter anderem:

  • Aerosoft
  • Assemble Entertainment („Endzone: A World Apart“)
  • Astragon Entertainment („Bau-Simulator“, „Police Simulator: Patrol Officers“, „Bus Simulator: City Ride)
  • Bandai Namco („One Piece Odyssey“, „Elden Ring“)
  • Capcom („Street Fighter 6“)
  • Daedalic Entertainment („Der Herr der Ringe: Gollum“)
  • Giants Software („Landwirtschafts-Simulator“)
  • HandyGames („Endling“)
  • HoYoverse („Genshin Impact“)
  • Humble Games
  • Indie Arena Booth (über 130 Spiele aus 30 Ländern)
  • Kalypso Media („Tropico“)
  • Koch Media/Prime Matter („Saints Row“, „Goat Simulator 3“, „Scars Above“, „System Shock“-Remake, „A Plague Tale: Requiem“, „The Last Oricru“)
  • Krafton
  • Level Infinite („Warhammer 40K Darktide“, „Metal Hellsinger“, „The Cycle: Frontier“)
  • Microsoft („Forza Motorsport“, „Scorn“)
  • Neowiz
  • NetEase
  • Raw Fury
  • Razer (Gaming-Zubehör)
  • SEGA („Hyenas“, „Two Point Campus“, „Humankind“)
  • TaleWorlds Entertainment
  • Team 17
  • THQ Nordic („SpellForce“, „Way of the Hunter“)
  • Thunderful
  • Ubisoft („Avatar: Frontiers of Pandora“, „Assassin’s Creed“, „Skull & Bones“, „Die Siedler“; anspielar sind: „Roller Champions“ und „Just Dance“)
  • Warner Bros. Games

No-Show: Diese Aussteller sind nicht dabei

Allerdings gibt es auch einige Absagen – darunter durchaus prominente Branchenvertreter. Während Microsoft der gamescom die Treue hält, ist für viele Fans die Abstinenz der beiden anderen großen Konsolenhersteller besonders enttäuschend: Sony und Nintendo sind – wie im Vorjahr – auf der gamescom nicht vertreten. Offenbar sind die beiden Soft- und Hardware-Giganten auf den Geschmack gekommen, ihre kommenden Highlights lieber in firmeneigenen Online-Events wie Nintendo Direct und Sony State Of Play zu präsentieren. Das bedeutet leider auch: Keine Neuigkeiten zu „The Legend of Zelda: Breath of the Wild 2“ und keine Möglichkeit, Sonys Datenbrille der zweiten Generation, die PSVR2, auszuprobieren.

Ebenfalls durch Abwesenheit glänzt Activision Blizzard, die mit „Call of Duty: Modern Warfare 2“ und „Diablo 4“ wahrlich spektakuläre Titel beisteuern hätten können. Erstmals seit 2009 nicht auf der gamescom vertreten sein wird auch Electronic Arts („FIFA 23“, „Need of Speed“) – und das, obwohl die Deutschland-Geschäfststelle in Köln sitzt.

Desweiteren abgesagt haben:

  • 2K (NBA 2K, WWE 2K)
  • 505 Games (nur im Business-Bereich, „Eiyuden Chronicle: Hundred Heroes“)
  • Alternate (E-Commerce-Unternehmen mit Online-Shop)
  • Bigben Interactive (nur im Business-Bereich)
  • CD Projekt Red („Cyberpunk 2077“)
  • Corsair (Hersteller für PC-Hardware, nur im Business-Bereich)
  • Meta (Facebook, Oculus Quest)
  • MSI (Hersteller für PC-Hardware)
  • Nacon (nur im Business-Bereich)
  • Private Division („Rollerdrome“, „Olli Olli World“)
  • Rockstar Games („Red Dead Redemption“, „GTA 6“)
  • Wargaming („World of Tanks“)

Was erwartet reale und Online-Besucher der Indie Arena Booth?

Indie-Games zählen traditionell zu den Publikumslieblingen. Denn während große Publisher ihre AAA-Blockbuster oft in grafischem Hochglanz erstrahlen lassen, punkten die kleinen Studios oft mit den verrückteren Ideen für Storys, Charaktere und Gameplay.

Bei der gamescom 2022 warten mehr als 120 solcher kleiner Titel auf ihre Entdeckung. Die Indie Arena Booth ist eine Hybridveranstaltung, denn zum einen kann man den Stand live vor Ort besuchen, zum anderen als interaktives Online-Erlebnis über den Internet-Browser ansteuern.

Veranstalter Super Crowd Entertainment nennt die Indie Arena Booth die weltgrößte Ausstellungsfläche für Indie-Studios, sowohl on- als offline. Aussteller aus mehr als 30 Ländern sind dabei – unter anderem aus den USA, Japan, Dänemark, Bulgarien, Polen, Litauen, Belgien, Indonesien und Neuseeland. Im Rahmen eines eigenen Steam-Festivals lassen sich alle Demos daddeln. Zudem sind diverse Twitch-Streams dem Indie-Bereich gewidmet.

Hoher Besuch aus der Politik

Zu den Besuchern aus der Politik gehören diesmal unter anderem Robert Habeck (Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler, Bündnis 90/Die Grünen) und Hendrik Wüst (Ministerpräsident NRW, CDU). Die beiden werden bei der Politischen Eröffnung am Mittwoch teilnehmen. Am Donnerstag ab 10:30 Uhr diskutieren im Talk-Format“Debatt(l)e Royale“ im Rahmen des gamescom congress Kevin Kühnert (SPD), Mario Czaja (CDU), Emily Büning (Bündnis 90/Die Grünen), Bijan Djir-Sarai (FDP) über die Games- und Digitalpolitik. Am Freitag schaut Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen), Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, vorbei.

(tsch) © 1&1 Mail & Media/teleschau

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