Fitnessstudio findet Schlupfloch in Corona-Regeln: SO kann man trotz Lockdown trainieren

Fitnessstudios müssen im Teil-Lockdown eigentlich schließen

Seit dem 2. November müssen Fitnessstudios eigentlich geschlossen bleiben. So steht es in den Regeln der Landesregierungen. Ausnahme der Bundesregierung: Man trainiert allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand. Das brachte die findigen Fitnessstudiobetreiber Simeon Wilhelm (31) und Josijah Steck (40) aus Heilbronn offenbar auf eine geniale Idee! Wie die Bild-Zeitung berichtet, können die beiden ihre Studios nun auch während des Lockdowns öffnen. Und alles sei sogar vom Ordnungsamt abgesegnet.

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Regeln wie in der härtesten Lockdown-Zeit

Für Simeon und Josijah ist scheinbar kein Aufwand zu groß, um ihre Muckibuden in Zaberfeld und Baiersbronn in Baden-Württemberg zu öffnen. Als es Anfang November hieß, Fitnessstudios müssen vorerst geschlossen bleiben, kam es für die beiden anscheinend nicht in Frage, das einfach hinzunehmen. Sie hatten eine clevere Idee, wie sie die Corona-Regeln der Regierung umgehen konnten. Dafür entwickelten sie in ihren Studios ein Konzept, das der härtesten Lockdown-Zeit im März standgehalten hätte: Nur zwei Leute dürfen sich treffen.

Kunden werden sogar via Video überwacht

Wie die Bild-Zeitung berichtet, stellten Simeon und Josijah die Eingangstüren in ihren Fitnessstudios dafür so ein, dass immer nur zwei Leute gleichzeitig reinkommen können. Erst wenn dann wieder ein Kunde geht, kann der nächste eintreten.

Gegenüber Bild erklärte Geschäftsführer Simon das Konzept so: “Die Kunden reservieren über eine App eine volle Stunde Trainingszeit. So gibt es keine Wartezeiten.” Zusätzlich werde per Video überwacht, ob die Kunden immer sorgsam alle Geräte desinfizieren, nachdem sie benutzt wurden.

Mitbewerber und Bürgermeister beobachten alles haargenau

Denn so clever das Konzept der beiden Fitnessstudio-Besitzer auch ist – sie müssen peinlichst genau darauf achten, dass die Regeln eingehalten werden. “Wir hatten schon zwei Kontrollen vor Ort. Unsere Mitbewerber und die Bürgermeister aus anderen Orten schauen jetzt ganz genau hin, ob bei uns auch alles mit rechten Dingen zugeht”, gesteht Simon gegenüber Bild.

Geöffnet sei in Zaberfeld von 6 bis 22 Uhr und in Baiersbronn rund um die Uhr. Demnach könnten dort insgesamt 80 Leute pro Tag trainieren. Ein Konzept, das sich für Simeon und Josijah zu lohnen scheint.

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