Netzwerk melden sich mit "Flut" zurück

Nach der audiovisuellen Reizüberflutung „Zur Zeit“ und demschrammend-melodiösen „Sendet Affen“ und „1000 Mal Glück“ kündigt die Wiener Band FLUT mit „Schwarzes Kapitel“, für den 22.10. ein digitales „Netzwerk“ an Musik an. Man könnte es Album nennen, muss man aber nicht.

Am 22. Oktober, in etwa 3 Jahre nach Veröffentlichung des Debütalbums „GLOBAL“melden sich FLUT mit einem 8 Song zählenden Nachfolger zurück. Frei gemacht von Druck und musikindustriellen Zwängen, schaffen sie sich dabei ein kreatives Feld, das sie zu ihren Bedingungen mit Leben füllen.

„Durch den Prozess wie die Musik entstanden ist, fühlt essich nicht wirklich wie das zweite offizielle Album an. Es ist ein Netz an Songs, von demwir regelmäßig neue Teile zeigen, bevor es im Oktober als Ganzes gesponnen wird. Da es8 Songs beinhaltet ist es ein Album, wenn man eine Kategorie dafür finden möchte.Letzten Endes ist es uns aber ein bisschen egal, es geht um den Inhalt“, so die Band zum ungewöhnlichen Format der Veröffentlichung.

Bevor “Netzwerk” aber erscheint, kommt mit “Schwarzes Kapitel” ein Auszug daraus. Manchmal läuft man in eine Richtung ohne zu wissen wohin es geht und zwischendruch wird es auch mal dunkel. So ist das auch im kreativen Schaffen von FLUT manchmal. Der Song “Schwarzes Kapitel” handelt von so einer Phase. Mit schwerfälligen Gitarren geht es los, bevor sich der Song am Ende in schwebende, sphärische Melodien auflöst.

„1000 Mal haben wir schon Glück gehabt, ich höre es jeden Tag, ich höre es ein Lebenlang“, singt einem Sänger Johannes Paulusberger fast gelangweilt entgegen, während dieGitarren um ihn kreisen und im Eiltempo durch den Song treiben. Für FLUT selbst war dieser Song “1000 Mal Glück” sowas wie eine Standortbestimmung für das eigeneSchaffen. „Wir stellten uns die Frage, von wo schauen wir Dinge an? „Zur Zeit“, „SendetAffen“ oder „Human“ tragen alle diese Suche in sich. Wer ist jeder einzelne von uns undwelche Rolle spielt man dabei in einem größeren Konstrukt? Wenn man diesen Standortbestimmt, kann damit begonnen werden sich von dort aus mit sich selbstauseinanderzusetzen.“

Im Laufe der nächsten Monate veröffentlichte FLUT ein Netz an Songs, das im Oktober als 8-Song-Album in digitaler Formgebündelt wird. Formate spielen für sie dabei jedoch keine Rolle. Vielmehr geht es darumohne Druck, kreativen Impulsen freien Lauf zu lassen und eine Spielwiese für diese Ideenzu schaffen. “Netzwerk” ist für die Band weniger ein klassisches Album als vielmehr Abbild eines Prozesses der Suche. Wann und wo FLUT als nächstes ankommen, wird man sehen. Eines ist sicher: sie bleiben in Bewegung.

Foto: (c) Alex Gotter

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