Playboy-Studie: Dieses Beziehungs-Tabu haben ein Viertel der Deutschen schon gebrochen

Eine Beziehung birgt stets das Risiko, verletzt zu werden. Doch sie kann uns auch unwahrscheinlich viel geben. Halt, Sicherheit, Stabilität, Nähe, Intimität, Selbstwert, Liebe – all das erhoffen wir uns, wenn wir uns einem Menschen öffnen und eine Partnerschaft mit ihm eingehen. Laut einer aktuellen Studie im Auftrag des Playboy-Magazins erwarten zudem die meisten von ihrer:m Partner:in absolute Treue. Doch genau diese Erwartung wird, so ergab dieselbe Studie, bei vielen offenbar enttäuscht.

Umfrage: Ein Viertel der Deutschen hat schon betrogen

Im Auftrag des Playboy-Magazins hat das Meinungsforschungsinstitut Norstat rund 1.000 repräsentativ ausgewählte Männer und Frauen zum Thema Treue und Fremdgehen befragt. Ein wichtiges Finding: Laut dieser Studie haben rund 25 Prozent der Deutschen ihre:n Partner:in schon einmal betrogen. Obwohl eine satte Mehrheit von knapp 74 Prozent der Befragten Treue als das Wichtigste in einer Partnerschaft einstuften, gab ziemlich genau jede:r Vierte zu, selbst schon einmal fremdgegangen zu sein.

Während von den befragten Frauen 78,4 Prozent angaben, größten Wert auf Treue zu legen, allerdings 26 Prozent schon einmal fremdgegangen seien, priorisierten von den Männern nur 68,5 Prozent Treue ganz oben ein. 23,9 Prozent der männlichen Teilnehmer gaben zu, selbst bereits betrogen zu haben.

Frauen betrügen aus anderen Motiven als Männer

Was die Beweggründe anbelangt, scheinen Männer und Frauen laut dieser Studie mitunter unterschiedlich zu ticken: Von den bekennenden männlichen Fremdgehern gab eine relative Mehrheit von 34,5 Prozent an, dass sie ohne konkreten Grund untreu geworden seien/ würden – wenn sich die Gelegenheit ergibt, könnten sie eben nicht widerstehen (oder wollten es nicht genug). Die befragten untreuen Frauen nannten als Motive für ihr Fremdgehen dagegen mehrheitlich, dass sie unglücklich mit ihrer Beziehung gewesen seien (32,6 Prozent), zu wenig Aufmerksamkeit von ihrer:m Liebsten erführen (21,5 Prozent) oder dass die Gefühle für ihren Schatz abflauten (21,5 Prozent). Passend dazu scheinen mehr Männer einen Seitensprung als bedeutungslosen Ausrutscher einordnen zu können als Frauen: 30,6 Prozent der befragten Herren würden ihrer:m Partner:in einen Betrug verzeihen, von den Damen könnten es nur 25,6 Prozent.

Karten offen legen oder geheim halten?

Eine Frage, die viele Menschen nach dem Ausrutscher beschäftigt: Soll ich ihn meinem:r Liebsten beichten oder besser nicht? Rund 34 Prozent der Befragten sind der Meinung, ja, mit Untreue sollte man grundsätzlich ehrlich umgehen – in der Realität hält jedoch eine Mehrheit der Untreuen von rund 63,3 Prozent ihren Betrug geheim. Und wie wäre es, diesen Konflikt zwischen Erwartungen an eine Partnerschaft (Treue) und die Lebenswirklichkeit (es ist offenbar gar nicht so leicht, treu zu sein) durch offenere Beziehungsmodelle zu lösen? Für die meisten der Befragten nicht so gut: 56,1 Prozent der Männer und 77,7 Prozent der Frauen gaben an, grundsätzlich eine monogame Zweierbeziehung vorzuziehen und sich nicht vorstellen zu können, mehrere (Sexual-)Partner gleichzeitig zu haben.

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