Smartwatches: Stiftung Warentest vergleicht Fitnesstracker – nur eine richtig gut

Fitnesstracker im Vergleich: Apple, Samsung, Huawei & Co.

Wer den Frühling als Anlass zu mehr Sport nutzen will, sucht dabei oft Unterstützung durch einen Fitnesstracker oder eine Smartwatch. Doch welche Modelle lohnen sich? Stiftung Warentest hat 27 Geräte geprüft.

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11 neue Modelle wurden mit 16 bereits getesteten Smartwatches verglichen

Die Whatsapp-Nachrichten immer im Blick halten, Schritte zählen und sich über Sport-Tracking selbst motivieren: Smartwatches und Fitnesstracker erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Vor allem, wenn es uns mit den steigenden Temperaturen vermehrt nach draußen treibt. Doch welche Geräte sind gut? Das hat Stiftung Warentest gerade getestet.

Und zwar mit mehr Aufwand als sonst – schließlich sollen auch die neuen Modelle mit den alten vergleichbar bleiben. Das erforderte aber, dass sie auch beim Schwimmen getestet werden mussten. Keine leichte Aufgabe, denn die Schwimmbäder waren Lockdown-bedingt geschlossen. Unter strengen Auflagen durften die Tester dann aber doch elf neue Tests durchführen und sie mit 16 bereits getesteten Smartwatches vergleichen. Unter den Neuzugängen befinden sich nun erstmals auch sechs Fitness-Armbänder.

Apple Watch hat wenig Schwächen, dafür einen konkreten Nachteil

Die erste Erkenntnis: Neuer ist nicht unbedingt besser. Kein einziges der neu getesteten Geräte schafft eine Bewertung “gut” oder besser. Und: Sämtliche getesteten Fitness-Tracker leiden darunter, dass sie bei den Kommunikations-Funktionen wie Benachrichtigungen und Telefonie gegenüber Smartwatches benachteiligt sind. Sie können die verlorenen Punkte aber auch nicht bei den Fitness-Funktionen hereinholen – im Gegenteil. Ein enttäuschendes Ergebnis.

Wer wirklich wert auf Fitness-Messung legt, kommt an einer der besseren und damit teureren Smartwatches kaum vorbei. Die nach wie vor beste ist dabei die Apple Watch Series 6. Sie misst so gut wie kein anderes getestetes Gerät Fitness-Daten und leistet sich in diesem Bereich keine echte Schwäche: Sowohl beim Kalorienverbrauch als auch bei der Streckenlänge ist sie unter den besten Modellen. Und: Als einzige ist sie in der Lage, Pulswerte weitgehend zuverlässig zu erfassen. Hier scheitern alle anderen Geräte. Auch bei Smartwatch-Funktionen wie Benachrichtigungen und Telefonie ist sie ganz vorne. Die einzigen echten Schwächen sind die recht kurze Laufzeit und Mängel in der Datenschutzerklärung. Die Gesamtwertung “gut” (2,0) hat allerdings ihren Preis: Mindestens 385 Euro kostet die Apple Watch Series 6.

Der größte Nachteil der Apple-Uhr: Sie funktioniert nur mit iPhones. Nutzer von Android-Smartphones müssen zu Konkurrenten greifen. Warentest empfiehlt die Garmin Fenix 6 Pro (gut, 2,1) oder die Polar Grit X (gut, 2,2). Beide können wie die Apple Watch sehr zuverlässig die Entfernung messen, bleiben bei Kalorienverbrauch und Pulsmessung aber etwas hinterher. Dafür ist die Akkulaufzeit erheblich besser als bei Apples Uhr. Der größte Unterschied zwischen den beiden Konkurrenten: Wer mehr Smartwatch-Funktionen möchte, sollte zur Garmin greifen, diese sind bei der Polar nur mittelmäßig umgesetzt. Sehr viel günstiger als bei der Apple Watch kommt man aber nicht weg: Die Fenix 6 Pro ist mit einem Preis ab 495 Euro sogar erheblich teurer, die Polar Grit X (hier auch bei uns im Test) mit 330 Euro immerhin ein bisschen günstiger.

Huawei Watch GT, Apple Watch, Samsung Galaxy Fit 2 & Co.

Will man deutlich weniger ausgeben, muss man kompromissbereit sein. Die Huawei Watch GT 2e etwa ist zwar insgesamt nur “befriedigend” (2,7), sie kann aber bei den Fitness-Funktionen punkten. Der Kalorienverbrauch wird ähnlich genau gemessen wie bei der Apple Watch, die Streckenmessung ist zwar nicht auf demselben Niveau, aber immerhin gut. Auch bei der Akkulaufzeit gehört sie zu den besseren im Test. Als reine Smartwatch ist sie aber nur mittelmäßig geeignet. Der Preis ist indes sehr attraktiv: Nur etwa 70 Euro kostet die Uhr im Netz.

Noch günstiger ist das beste reine Fitness-Armband, das Samsung Galaxy Fit 2. Auch hier ist die Messung beim Kalorienverbrauch recht gut, die Streckenlänge könnte aber besser erfasst werden. Die Puls-Messung ist schlecht. Auch die Smartwatch-Funktionen überzeugen nicht besonders. Durch die sehr gute Akkulaufzeit und den Preis von nur 35 Euro ist es aber trotz der “befriedigenden” (2,9) Gesamtwertung einen Blick wert.

Den vollständigen Test finden Sie gegen Gebühr bei test.de.

Hinweis: Dieser Artikel von Malte Mansholt erschien zuerst an dieser Stelle bei stern.de.





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