„Technologiewechsel und Mobilitätsmix“

Auch „grüner“ Wasserstoff wird wichtiger Baustein zurErreichung der Klimaziele sein.

In nur wenigen Jahren werden zwei Drittel der Menschheit inurbanen Räumen leben, in Mega-Citys, aber auch in urbanen Regionen wieRheintal- und Walgau-City. Um Klimaneutralität und wieder mehr Lebensqualitätfür alle Lebe­wesen auf diesem Planeten zu erreichen, braucht es ganzheitlicheUmsetzungen unserer zahlreichen Möglichkeiten zur Energie-, Ressourcen- undAgrarwende, unser aller Zusammenarbeit und ein gemeinsames Verständnis für dieWechselwirkungen in der Natur – unserer Lebensgrundlage. Was in einerModell­region Vorarlberg für die Klimaneutralität 2050 notwendig ist, erläutertder technische Vorstand der illwerke vkw, DI Helmut Mennel im VN-Interview.

Welche Energie-Kombination deckt 2050 hundert Prozent klimaneutral und ausreichend den Strombedarf für Ländle-Citys inklusive Exportmöglichkeit ab?

MENNEL Wenn wir die politischen Ziele der Energieautonomiebis ins Jahr 2050 erreichen wollen, müssen wir im Jahresschnitt gleich vielEnergie aus heimischen erneuerbaren Energieträgern aufbringen wie gebrauchtwird. In Vorarlberg werden der Ausbau der Wasserkraft und der Photovoltaiksowie der Umstieg auf hocheffiziente Energie­anwendungen eine entscheidendeRolle dabei spielen.

Wie muss die Mobilität in Vorarlberg als internationale Modellregion 2050 aussehen?

MENNEL Um die Klimaziele und die CO2-Reduktionen erreichenzu können, wird es ganz entscheidend sein, wie wir unsere zukünftige Mobilitätgestalten. Dabei geht es nicht nur um einen Technologiewechsel von fossilangetriebenen Fahrzeugen hin zu erneuerbar angetriebenen Fahrzeugen, sondernauch um den Mobilitätsmix, den wir täglich verwenden. Es wird zukünftig vieleunterschiedliche Arten der Mobilität geben müssen, die eng vernetztfunktionieren – von e-Bikes, ÖPNV (öffentlicher Personennahverkehr) bis hin zuCarsharing.

Welche Rolle wird die „grüne“ Wasserstofftechnologie 2050 spielen?

MENNEL Das Thema Wasserstoff befindet sich aktuell noch inder Anfangsphase. Einige ­Pilotprojekte befinden sich in der Umsetzung. EineAnwendung in mehreren Sektoren ist bis ins Jahr 2050 zu erwarten, hängt abersehr stark von den Potenzialen ab, den grünen Wasserstoff in Europa produzierenzu können. Grüner Wasserstoff wird aus zusätzlichen erneuerbaren Energien wieWindkraft oder PV durch Elektrolyse gewonnen. Wir gehen davon aus, dass dasThema Wasserstoff zuerst in der Grundstoffindustrie und im Schwerverkehr zumEinsatz kommen wird. Wasserstoff wird jedenfalls ein zunehmend wichtigerBaustein zur Erreichung der Klimaziele sein.

Zitat: Wasserkraft, Photovoltaik und hocheffizienteEnergieanwendungen sind für Klimaneutralität entscheidend. DI Helmut Menneltechn. Vorstand illwerke vkw

Infos: www.illwerkevkw.at

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