Wiener Modedesignerin Callisti fordert Regierung zu weiteren Öffnungsschritten auf

Die Wiener Modedesignerin Martina Müller-Callisti, die auch einen Shop in der Innenstadt betreibt, appelliert an die Regierung, “endlich wieder so gut wie alles” aufzusperren – solange keine Restaurants, keine Bars, keine Theater etc. geöffnet hätten, solange mache es auch für Modeschaffende wenig Sinn, denn viele Branchen würden indirekt zusammenhängen.

“Um ein schönes Kleid auszuführen, braucht man auch einen Anlass. Vom Home-Office zum Supermarkt und zurück? Dafür reicht ein Jogginganzug. Danke”, schreibt die Unternehmerin am Mittwoch in einem Facebook-Posting.

Modehandel von Coronakrise besonders gebeutelt

Viele Branchen, die jetzt immer noch geschlossen haben, könnten mit gewissen Maßnahmen ebenfalls die Sicherheit gewährleisten, so die Designerin, die ihr Label 2007 gründete. “Nach welchem Auswahlverfahren darf also bitte der Eine öffnen, und muss der Andere geschlossen halten?”, fragt Müller-Callisti. “Lasst die Gewerbetreibenden, die Künstler, die Selbstständigen, die Freischaffenden etc. ihren Beruf, ihr Business, ihre Leidenschaft ausüben. Lasst die Wirtschaft nicht so in den Abgrund sinken”, so ihr Appell.

Der Modehandel wird von der Coronakrise besonders gebeutelt. Österreichweit sind die Umsätze im Bekleidungshandel im vergangenen Jahr um mehr als ein Fünftel eingebrochen. Mehrere Lockdowns, Homeoffice, geschlossene Restaurants sowie ausfallende Feiern und Bälle sorgen dafür, dass keine neuen Anzüge oder Kleider gebraucht werden. Mit Airfield, Colloseum, Dressmann, Haanl und Stefanel gab es zuletzt schon zahlreiche Pleiten in der Textilbranche. Seit der Wiedereröffnung am 8. Februar versuchen die Händler, die Ware mit Schleuderaktionen loszuwerden.

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(APA/Red.)

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