Endlich wieder Festival!

Nach zwei langen Jahren öffnete das Southside Festival am Donnerstag endlich wieder seine Tore für 60.000 Musikbegeisterte.

Am Donnerstag hatte das Warten endlich ein Ende: Dank Feiertag und strahlendem Sonnenschein pilgerten fast alle Festivalbesucherinnen und -besucher bestens gelaunt bereits zum Warm-Up nach Neuhausen ob Eck.

Um 20 Uhr eröffneten Radio Havanna mit ihrem unverkennbaren Punk-Pop Sound und schafften umgehend die einzigartige Atmosphäre, auf die alle so lange warten mussten. Der Höhepunkt am ersten Abend war der Auftritt von Großstadtgeflüster („Ich bin in meinem Wochenendhäuschen in der…“). Die Veranstalter schienen ein wenig vom eigenen Erfolg überrascht zu sein, und so begann das Konzert aufgrund des zu großen Ansturms erst mit einer Stunde Verspätung, als sich das Gelände geleert hatte.Als Garant für gute Stimmung rissen die beiden Musiker aus Berlin das  Publikum mit, es wurde getanzt und textsicher jede Zeile mitgesungen, was auch die Frontfrau Jen voller Freude anerkannte, denn schließlich ist es auch für die meisten Bands der erste Festivalauftritt seit über zwei Jahren.

Es wird heiß

Nach einer kühlen Nacht kletterten die Temperaturen am Freitag schnell auf knapp 30 Grad. Ausgestattet mit Wasserflaschen, Sonnenhut und ausreichend Sonnencreme strömten die Besucher aber schon am frühen Nachmittag wieder auf das Gelände, wo Skindred mit ihrer rockigen Show das Festival offiziell eröffneten und die Stimmung gleich ordentlich anheizten. Erstes großes Highlight am Nachmittag war der Auftritt der Australierin „Tones And I“, die sich von ihrem Leben als Straßenmusikerin spätestens mit dem Song „Dance Monkey“ auf die großen Bühnen der Welt katapultierte. Im Publikum wurde trotz Hitze ausgiebig gefeiert und getanzt.

Bunter Musikmix

Bands wie „Swiss & Die Anderen“, „Blond“, „Blues Pills“, „Royal Blood“, „Alice Merton“, „The Hives“ oder „Thees Uhlmann“ sorgten den ganzen Nachmittag über für eine bunte Mischung aus Hip Hop, Punk, Deutschrock, Klassik Rock und Popmusik. Bei „Provinz“ kamen vor allem die Mädels ins Schwärmen. Die deutsche Band aus der Folk-Pop-Szene macht auf hohem Niveau Songs, die die Hörer abholen.

„Kontra K“ und „Kings of Leon“

Zwar waren „Kings of Leon“ die offiziellen Headliner des ersten Festivaltages, allerdings pilgerten fast genauso viele Zuhörer bereits zum Konzert von „Kontra K“, der mit seinen treibenden Beats und ehrlichen Texten zu den derzeit angesagtesten Rappern gehört. Um 23 Uhr traten schließlich „Kings of Leon“, eine der größten Rockbands unserer Zeit auf die Bühne. Gewohnt professionell spielten sie ihre Hits, wie „Use Somebody“ oder „Sex on Fire“. Ein bisschen weniger Professionalität und dafür etwas mehr Interatkion mit dem Publikum hätten den Auftritt vielleicht noch etwas spannender gemacht.

„Rise Against“ machten den Abschluss

Deutlich tanzbarer wurde es dafür noch einmal bei der letzten Band des Abends, „Rise Against“. Die US-amerikanische Punkband heizte dem Publikum noch einmal so richtig ein, denn auf dem Gelände war es – die langjährigen Southsidebesucher waren bereits darauf vorbereitet – inzwischen wieder richtig kühl. Die Veranstalter konnten sich über einen gelungenen ersten Tag mit entspannten Fans und ausgelassener Stimmung freuen. Das feiern jedenfalls haben die Menschen nach zwei Jahren Pause noch lange nicht verlernt.

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