Paul McCartney: „Wir lebten zu viert in einem Zimmer und stritten um die Decken“

Vor rund 50 Jahren haben sich die „Beatles“ aufgelöst. Im Interview mit dem „Focus“ erinnerte sich Paul McCartney zurück und erzählte über den Beginn ihrer Karriere.

Auf die Frage, wann ihm zum ersten Mal klar war, dass sie eine richtige Gang sind, sagte der heute 78-Jährige: „In Hamburg. Wir waren Kumpels. John und ich kannten uns ja vorher schon, von damals, als ich mich seiner kleinen Band The Quarrymen angeschlossen hatte. Wir waren also schon Kumpels, aber noch keine Gang. Und George und ich waren auch Kumpels, weil wir so oft zusammen per Anhalter unterwegs gewesen und außerdem praktisch Nachbarn waren. Aber erst, als wir als Band nach Hamburg gingen, fingen wir auch an, uns selbst als Band zu sehen. Wir wohnten extrem beengt, Social Distancing war da nicht, um es mal so zu sagen. Es war eher Social Crowding. Wir lebten zu viert in einem Zimmer und stritten um die Decken, oder wir schliefen im Van im eiskalten britischen Winter, und die Heizung funktionierte nicht, also mussten wir quasi aufeinanderliegen. Das ist der Stoff, aus dem Freundschaften geschmiedet sind.“

Der Sänger verriet auch, dass die „Beatles“ am Anfang eine eher schlechte Band waren: „Richtig gut wurden wir erst durch die viele Zeit, die wir in Hamburg mit täglichen mehrstündigen Auftritten hatten. Wenn dann jemand zum Beispiel sagte: ‚I’m gonna tell Aunt Mary ’bout Uncle John‘, brauchten wir keine ratlosen Blicke mehr zu wechseln, weil keiner wusste, welche Tonart das war. Stattdessen wussten wir sofort alle Bescheid: ‚Zack! Das ist ‚Long Tall Sally‘. Los geht’s.’“

Foto: (c) Universal Music

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