Taylor Momsen: "Ich hadere mit meiner Psyche"

Es waren harte Jahre für Taylor Momsen, “Gossip Girl”-Star und Sängerin von The Pretty Reckless. Denn sie musste viele Todesfälle verkraften. Mit t-online spricht die Musikerin über die wohl dunkelste Phase ihres Lebens. 

Als Jenny aus “Gossip Girl” wurde sie weltberühmt. Doch Taylor Momsen macht mittlerweile lieber Rock’n’Roll mit ihrer Band The Pretty Reckless, die nach einer turbulenten Zeit und trotz der Pandemie ihr viertes Album “Death by Rock and Roll” veröffentlichen. Dabei lernte sie auch Chris Cornell, den Sänger der Grunge-Helden Soundgarden, kurz vor seinem Tod kennen. Der Verlust schmerzte die Sängerin. Auch den Unfalltod ihres Produzenten und engen Freundes Kato Khandwala musste sie verkraften. Für die Musikerin wurde alles zu viel und die Einschläge schlugen ihr aufs Gemüt.

“Weiß nicht, ob ich heute noch hier wäre”

Schon die Single “25” lässt erahnen, dass es um die Sängerin zeitweise nicht so gut stand. “I’m 25 and still alive” singt sie im Refrain. Wirklich positiv ist das nicht, oder? “Es war einer der ersten Songs, die wir für das Album geschrieben habe, und er ist sehr autobiografisch”, erklärt Taylor beim Telefonat mit t-online. “Ich war damals gerade 25, als wir den Track aufgenommen haben. Ich habe mein Leben reflektiert. Ich habe immer Phasen, da hadere ich mit meiner Psyche. Als ich ’25’ schrieb, habe ich viele Menschen verloren, wie Chris Cornell oder Kato. Mir ging es damals mies. Ich war mir damals nicht sicher, was die Zukunft bringen könnte oder ob es überhaupt eine gibt.”

The Pretty Reckless bei einem Konzert in Berlin. (Quelle: IMAGO / POP-EYE)

“Musik zu machen hat mir geholfen. Ich weiß nicht mal, ob ich sonst heute noch hier wäre, wäre da nicht meine Musik. Darauf folgte die Pandemie. Es ist eine beunruhigende Zeit. Mir geht es da wohl wie vielen, die Angst haben. Man versucht geduldig und hoffnungsvoll zu sein. Man hofft, dass dieses Jahr einfach besser wird.”

“Ich bin ein totaler Hypochonder”

Es ging sogar so weit, dass Taylor das Haus lange Zeit nicht verlassen konnte. Der Dreh zum “25”-Musikvideo war eine der seltenen Gelegenheiten, bei denen sich die 27-Jährige aus den eigenen vier Wänden wagte.

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“Ehrlich gesagt habe ich manchmal Angst rauszugehen, weil ich ein totaler Hypochonder bin”, sagt sie mit einem kleinen Lachen. “Schon vor der Pandemie habe ich beim Fliegen oft Maske und Handschuhe getragen. Ich bin auch kein Fan vom Händeschütteln. Das halten manche für unhöflich, aber ich möchte nicht krank werden. Das ist ja die größte Angst von Sängern. Besonders, wenn man auf Tour ist. Der Dreh in New York war also schon eine Ausnahme für mich. Zum Glück hat sich niemand am Set infiziert.”

Wegen der Pandemie mussten The Pretty Reckless die Veröffentlichung von “Death by Rock and Roll” verschieben, Auftritte mit den Foo Fighters, mit Guns ‘N Roses oder auf Festivals fielen ebenfalls aus. “Uns standen echt einige der besten Touren unserer Karriere bevor. Ich kann es nicht erwarten, wenn das alles vorbei ist.” Denn dann möchte die Band auch endlich wieder in Europa und dem UK auf Tour gehen.

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