Darum hat der Emmy "so viel verändert"

Christiane Paul (47) zählt zu den erfolgreichsten Schauspielerinnen Deutschlands. Dennoch litt die gebürtige Berlinerin jahrelang unter Selbstzweifeln und Unsicherheit. Den Gewinn des Emmys im Jahr 2016 bezeichnet Paul als "Gamechanger". Durch ihn habe sie beruflich wieder zu neuer Motivation gefunden, wie sie im Interview mit dem "ZEITmagazin" verrät.

"Ich habe diesen Preis bekommen, weil mich Menschen in der Jury, die mich gar nicht kannten, gesehen und bewertet haben, und das unvoreingenommen und gegen eine große, auch internationale Konkurrenz", erklärt Paul. Das habe sie innerlich gestärkt und ihr "den Glauben an mich selbst zurückgegeben". Wäre es zu diesem "Wendepunkt" nicht gekommen, hätte die Schauspielerin "vielleicht" ihre Karriere beendet, erinnert sie sich zurück.

Paul sei sich lange unsicher gewesen, was ihre Arbeit vor der Kamera anbelangt. Sie habe Angst gehabt, "nicht sichtbar" zu sein und sogar unter Existenzängsten gelitten. Da sie oft über lange Zeit nicht gewusst habe, wann das nächste Angebot komme, habe sie auch Filme angenommen, "zu denen man nicht hundertprozentig steht, damit man einfach arbeitet". "Für mich innerlich war die Lage ernst. Der Emmy hat für mich so viel verändert. Ich wusste plötzlich: Ich kann vielleicht doch was", so Paul.

Er ist ihr „fester emotionaler Anker“

Unterstützung erhalte die Schauspielerin zudem von ihrem zweiten Ehemann, dem Physiker und Klimawissenschaftler Prof. Anders Levermann (48). Die beiden lernten sich 2011 bei der Zusammenarbeit für ihr Buch "Das Leben ist eine Öko-Baustelle" kennen. Seit 2014 sind sie offiziell ein Paar, 2017 gaben sie sich das Jawort. "Ich bin oft lange und weit weg von zu Hause. Da ist es ein besonderes Gefühl, einen festen emotionalen Anker zu haben", schwärmt sie im Interview mit der Zeitschrift "Bunte".

Paul brachte außerdem zwei Kinder mit in die Ehe, eine Tochter (geb. 2002) aus einer früheren Beziehung und einen Sohn (geb. 2007), den sie gemeinsam mit ihrem ersten Ehemann, dem Chirurgen Prof. Dr. Wolfgang Schwenk, bekam. Die beiden waren von 2006 bis 2013 verheiratet.

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