Ex-Frau Britta zum ersten Mal am Grab von Rudi Assauer (†74)

Ex-Frau Britta zum ersten Mal am Grab von Rudi Assauer (†74)

Britta Assauer besucht Rudis Grab

So nah war sie "ihrem" Rudi schon lange nicht mehr!

„Ich weiß bis heute nicht, wo Rudis Grab ist“, erzählte Rudi Assauers Ex-Frau Britta (55, war von 2011 bis 2013 mit ihm verheiratet) kürzlich im Interview mit RTL. Doch unverhofft meldete sich ausgerechnet ein Schalke-Fan via Facebook und verriet ihr, wo genau die Schalke-Legende ihre letzte Ruhe gefunden hat. „Endlich weiß ich, wo er ist,“ freute sich Assauer zunächst. Doch der erste Gang zum Grab wurde ein schwerer. An Rudis Ruhestätte musste sie nicht nur mit ihrer Trauer kämpfen, sondern auch mit Wut und Fassungslosigkeit, wie im Video zu sehen ist. Im RTL-Interview erzählt Britta Assauer: „Das hätte Rudi so nicht gewollt!“

"Es war schier unmöglich Rudi zu finden"

Über zwei Jahre wusste Britta nicht, wo ihr Ex-Mann Rudi Assauer nach seinem Tod im Februar 2019 beigesetzt wurde. „Ich wusste zwar, dass er in einem Begräbniswald in Herten liegt, aber nicht, an welchem der vielen Bäume dort“, sagt Britta Assauer zu RTL. „Der Bestattungsort wurde mir von niemandem mitgeteilt. Deswegen war ich auch nicht einmal an seinem Grab.“ Ihr Problem: Rudi Assauers Beisetzungsort, die „Ruhestätte Natur“ in Herten, ist rund 33 Hektar groß. Das entspricht in etwa der Größe von 47 Fußballfeldern. Es gibt dort keine klassischen Gräber und Grabsteine. Lediglich eine winzige Plakette an der Rückseite der Bäume weist darauf hin, wer hier ruht. „Es war schier unmöglich für mich, ihn zu finden“, klagt Britta Assauer. Bis jetzt.

Vor kurzem meldete sich ausgerechnet ein Schalke-Fan, der ihr den ersten Besuch an Rudi Assauers Grab ermöglichte: „Er hat das Interview mit mir gelesen und mir daraufhin bei Facebook eine Nachricht geschickt, in der er mir den genauen Standort mitteilte“, erzählt Britta Assauer. Endlich konnte sie ihren Rudi besuchen. Doch am Grab musste sie mit einer Vielzahl von Emotionen kämpfen.

Rudi Assauer sagte: "Ich will nicht brennen!"

„Es ist sehr, sehr schön und sehr friedlich in diesem Begräbniswald“, findet Britta Assauer. „Aber dass so ein großer Held so anonym begraben ist, finde ich ganz schrecklich. Rudi wollte auch etwas anderes.“ Eine Urnenbestattung soll nicht in seinem Sinne gewesen sein, sagt sie. Britta Assauer erklärt: „Rudi hat zu mir immer gesagt: ‘Guck, dass mich keiner anzündet.’ Er wollte nicht verbrannt werden, hatte sogar panische Angst davor. Das hat er auch öffentlich gesagt.“ Tatsächlich erzählte Rudi Assauer 2009 in einem Interview mit „BILD“: „Ich weiß nur, dass ich sicher keine Feuer- und auch keine Seebestattung bevorzuge – ich will nicht brennen! Was die Grabstätte angeht, fände ich es toll, wenn es bald einen Schalke-04-Friedhof gäbe. Da würde ich sogar investieren.“ Britta Assauer meint: „Den Schalke-Friedhof gab es ja schon, als er starb. Eine Beerdigung dort hätte man einer Legende wie ihm schon gönnen können – und auch seinen Fans. Dann hätte man für viele Schalker eine Stätte der Begegnung geschaffen.“

Sie spürt die Verbundenheit zu Rudi auch nach seinem Tod noch jeden Tag, sagt Britta Assauer. „In meinen Gedanken, in meinen Gefühlen. Bis heute trage ich auch Tag und Nacht den Ehering.“ Ihre Liebe zu ihm sei etwas Besonderes gewesen: „Es war, als wenn ein ewiger Junge ein ewiges Mädchen trifft. Es hat in allen Punkten gepasst zwischen uns. Einmal nahm er mich in den Arm und sagte: ‘Warum bist du mir nicht eher begegnet? Dann wäre mir viel Ärger erspart geblieben.’“ (ste)

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