Ines Anioli: Vergewaltigungsopfer wirft ihr „Übertreibung“ vor

Ines Anioli: Vergewaltigungsopfer wirft ihr „Übertreibung“ vor

Ines Anioli bekommt nach Missbrauchsvorwurf Hassnachrichten

Nachdem Ines Anioli öffentlich gemacht hat, dass sie von ihrem Ex-Freund während ihrer Beziehung sexuell bedrängt worden sein soll und ihn deswegen sogar angezeigt hat, wird die Podcasterin von Nachrichten in den sozialen Medien geradezu überflutet. Während viele Menschen sich mit Ines solidarisieren, schlägt ihr andererseits aber auch viel Hass entgegen. Darunter auch Nachrichten, über die sich Ines einfach nur wundert. Wie die eines Vergewaltigungsopfers, das Ines „Übertreibung“ vorwirft.

„Du übertreibst es wirklich"

„Bei mir ist ja in der letzten Zeit ganz schön viel los und ich bekomme tagtäglich so liebevolle Nachrichten wie diese hier. Und da denke ich mir: ‘Hä? Woher kommt denn das?’“ Leicht perplex zeigt Ines Anioli in ihrer Instagram-Story, was ihr eine Frau geschrieben hat, nachdem Ines ein Zitat aus einer Kolumne über die #MeToo-Bewegung gepostet hatte. Darin schreibt die Autorin Margarete Stokowski, dass zwar alle wissen, was #MeToo ist, den „Tätern der Arsch aber immer noch nicht genug auf Grundeis“ gehe. „Täter fühlen sich immer noch zu sicher und Opfer haben oft noch zu viel Angst zu sprechen. Wer im Moment besonders aufpassen muss, sind nicht mächtige Männer, die in der Vergangenheit gewalttätig waren, sondern diejenigen, die darüber sprechen.“

Dass Ines sich traut und offen spricht, provoziert offenbar Kommentare wie den, den die Podcasterin jetzt in ihrer Story zeigt: „Du übertreibst es wirklich. Es geht dir nur um Fame. Das sagt dir eine wirklich vergewaltigte Frau. Er war scheiße zu dir. Nicht mehr und nicht weniger.“

Ines kontert mit Ironie und zeigt auf Kartons im Hintergrund, die angeblich voller Geld sind: „Ich weiß gar nicht, wo ich die noch hinstellen soll“. Sie sei sich sicher, dass sie eine „richtig steile Karriere vor sich habe“ und der „Deutsche Fernsehpreis“ und der Oscar nur auf sie warten würden. Filmangebote habe sie auch bereits bekommen, kontert sie zynisch.

Die Umzugskartons stehen übrigens bei Ines in der Wohnung, weil sie umzieht…

Ines' Ex-Freund soll Luke Mockridge gewesen sein

Besagter Ex-Freund, mit dem Ines nach eigenen Angaben eine „toxische Beziehung“ geführt haben will, soll TV-Comedian Luke Mockridge sein. Vor wenigen Wochen hatte sich der 32-Jährige mit einem Video bei Instagram gemeldet und darin erklärt, dass eine Ex-Freundin ihn wegen versuchter Vergewaltigung angezeigt habe. Luke dementierte diese Anschuldigung. Ein Verfahren wurde eingestellt.

Kurz danach war ein „Spiegel“-Artikel erschienen, indem weitere Frauen dem Comedian sexualisierter Gewalt vorgeworfen haben. Daraufhin verkündete Luke, dass er seine Pläne für ein TV-Comeback 2022„aufgrund der aktuellen Berichterstattung über meine Person“auf „unbestimmte Zeit“ auf Eis gelegt habe: „Ich brauche Zeit, Ruhe und Abstand, um zu verstehen, zu lernen und zu heilen.“

Bei der Verleihung des „Deutschen Comedypreis“ 2021 waren die Vorwürfe gegen Luke ein großes Thema. Während sich Schauspielerin Maren Kroymann mit Ines Anioli solidarisierte, glaubte Komiker Tom Gerhard an Lukes Unschuld, wie wir im Video zeigen.

Tom Gerhardt glaubt dem Comedian

Lukes Anwalt beruft sich auf Intimsphäre seines Mandanten

Luke Mockridges Medienanwalt sagt laut „Spiegel“ zu den Vorwürfen der Frauen, dass es „ausnahmslos um angebliche Sachverhalte, die die Intimsphäre unseres Mandanten betreffen“, gehe und nimmt deshalb zu den einzelnen Sachverhalten keine Stellung.

Eine RTL-Anfrage blieb bislang unbeantwortet. (csp)

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