Mehr als nur "Wallander": Krister Henriksson wird 75

Berlin (dpa) – 32 Mal hat Krister Henriksson der Romanfigur Kurt Wallander im Fernsehen Leben eingehaucht. Über acht Jahre lang stand er für die Verfilmungen der berühmten Mankell-Krimis regelmäßig vor der Kamera – vor allem, weil es der Wunsch des Autors war.

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Die Rolle des schwermütigen Ermittlers aus dem südschwedischen Ystad machte Henriksson über Skandinavien hinaus zum Promi. Daher kennen auch deutsche Fernsehzuschauer sein Gesicht. In seiner Heimat Schweden ist er auch abseits der düsteren Krimi-Verfilmungen ein gefeierter Schauspieler. Zweimal bekommt er in seiner Karriere den „Guldbagge“ („Goldkäfer“), den wichtigsten Filmpreis Schwedens, 2007 auch die „Goldmaske“, den bedeutendsten Theaterpreis. Der Starregisseur Ingmar Bergman besetzte ihn in „Die Treulosen“. Heute wird Henriksson 75.

In der dritten Staffel der britischen Krimiserie „The Fall – Tod in Belfast“ mimt Henriksson nun einen Psychiater. Für die Rolle hatte Henriksson nicht vorsprechen müssen, erzählte er einmal dem schwedischen Radio. „My English is not good“ (Mein Englisch ist nicht gut), sagte er dem Regisseur am Telefon. „You sound perfect“ (Du klingst perfekt), erwiderte der.

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Auch mit Astrid-Lindgren-Rollen hat der Schwede Erfahrung, er spielte unter anderem schon in der Buchverfilmung „Kalle Blomquist lebt gefährlich“ (1996). Trotzdem sei der Karlsson „eine der schwierigsten Rollen“ gewesen, sagt Henriksson der Zeitung „Dagens Nyheter“. „Er sollte nicht nur ein alter Mann mit einer lustigen Perücke sein.“

Eigentlich habe er die Rolle seiner Partnerin zu verdanken, erzählte er der Zeitung. Er habe sich beklagt, dass er nur „depressive Greise“ spielen dürfe, König Lear oder Demenzkranke. „Ich will es doch lustig haben!“, klagte er Cecilia Nilsson, die selbst Schauspielerin ist, demnach sein Leid. „Ich hab’s! Du musst Karlsson vom Dach spielen!“, soll diese geantwortet haben.

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