Ministerpräsidentin in DDR-Film entdeckt

Seit 2003 ist Manuela Schwesig Mitglied der SPD. Ende der Achtziger hatte die Politikerin wohl noch andere Pläne. Mit 15 Jahren spielte sie in einem Kultfilm mit.

Rivalin in “Verbotene Liebe”

In dem Defa-Film aus dem Jahr 1989 verkörpert sie – noch unter ihrem Mädchennamen Manuela Frenzel – die Rivalin der Hauptfigur. Die mecklenburg-vorpommersche SPD bestätigte die Schauspieltätigkeit der Politikerin auf Twitter. “Na, wer von euch hat sie erkannt? Ja, die Rivalin in ‘Verbotene Liebe’ ist wirklich unsere Manuela Schwesig”, heißt in einem veröffentlichten Tweet. Zuvor hatten die Zeitungen des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags (SHZ) berichtet.

“Ich wusste gar nicht, dass das so eine Überraschung ist”, sagte Manuela Schwesig im Interview mit der SHZ. Sie habe den Film ewig nicht mehr gesehen. “Verbotene Liebe” von Regisseur Helmut Dziuba basiert auf der Erzählung “Der Sündenfall” von Helmut H. Schulz. Weitere Darsteller sind unter anderem Heide Kipp, Peter Sodann, Rolf Dietrich und Bärbel Röhl.

“Verbotene Liebe” ist heute Kult

Laut SHZ wurde Manuela Schwesig 1989 in Frankfurt/Oder als Schülerin für die “Romeo und Julia”-Geschichte gecastet. Lange habe es gebraucht, bis der Dreh in der DDR zugelassen wurde. Der Film ist gesellschaftskritisch – die 13-jährige Barbara (Julia Brendler) und der fünf Jahre ältere Georg verlieben sich. Sie ist minderjährig und Tochter eines SED-Kaders, er ist Oberschüler und Arbeiterkind. Die Hauptrollen übernahmen damals Julia Brendler und Hans-Peter Dahm. 

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Der Film verzeichnete an den Kinokassen jedoch zunächst keine großen Erfolge, wie nahezu alle DEFA-Filme. Denn das Publikum interessierte sich damals hauptsächlich für die Produktionen aus dem Westen. Erst später wurde aus “Verbotene Liebe” ein Kultstreifen, vor allem schon wegen des zeitlosen Themas von “Romeo und Julia”.

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