Nach abgewiesener Klage: Ist Michael Jackson unschuldig?

War Michael Jackson (✝50) ein Kinderschänder? Schon zu Lebzeiten des Weltstars wurden Vorwürfe laut, dass er sich sexuell an Kindern vergangen haben soll. In der Dokumentation “Leaving Neverland” berichteten zwei Opfer, von denen eines der Choreograf Wade Robson (38) ist, von ihren Erfahrungen mit dem Sänger. Da der “Thriller”-Interpret 2009 starb, verklagte Wade die Firmen des King of Pop vor Gericht. Diesen Prozess verlor er jetzt. Doch der Regisseur der Missbrauchsdoku, Dan Reed, betont nun: Das heiße nicht, dass Michael Jackson unschuldig sei!

“Das Gericht hatte zu entscheiden, ob eine Firma, die Michael Jackson gehörte, dafür verantwortlich gemacht werden kann, dass sie bei Missbrauch ein Auge zugedrückt hat”, erklärte Dan gegenüber The Sun die Entscheidung des Richters in Los Angeles, Wades Klage abzuweisen. Der 38-Jährige verklagte die Mitarbeiter der Millionen Euro schweren Firmen MJJ Productions und MJJ Ventures, weggesehen zu haben, als Michael ihn als Kind sieben Jahre lang auf der Neverland-Ranch missbraucht haben soll. Dem Richter zufolge können die Mitarbeiter nicht dafür verantwortlich gemacht werden, da es ihnen nicht möglich war, Michaels Verhalten zu kontrollieren.

“Bei der Entscheidung ging es nicht darum, ob Wade Robson missbraucht wurde oder nicht”, stellte Dan klar. Es werde Berufung eingelegt, denn juristisch sei der Kampf für ihn und die Opfer noch lange nicht vorbei. “Die Leute erkennen jetzt, dass es Jahrzehnte dauern kann, bis diese Geschichten ans Licht kommen”, weiß der Regisseur. Der Filmemacher arbeite außerdem an einer Fortsetzung von “Leaving Neverland”. Darin soll es unter anderem auch um die Gerichtsprozesse gehen.


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