Peter Maffay + Hendrikje Balsmeyer: "Wir leben seit dem ersten Tag wie ein Ehepaar"

Jedes glückliche Paar braucht etwas Gemeinsames. Peter Maffay, 71, und Hendrikje Balsmeyer, 34, besitzen mindestens zwei wunderbare Gemein­samkeiten: ihre knapp dreijährige Tochter Anouk – und nun auch noch das Kinderbuch, das sie gerade zusammen veröffentlicht haben. Zur Familie gehört außerdem Maffays Sohn Yaris, der auf Mallorca lebt, künftig aber mehr Zeit in der Homebase des Musikers am Starnberger See verbringen wird. Dort, in Tutzing, trifft GALA Peter Maffay und Hendrikje Balsmeyer zum ersten Paar­interview ihrer mittlerweile fast sechsjährigen Beziehung.

Peter Maffay + Hendrikje Balsmeyer im GALA-Interview

GALA: Wer hat sich all die Geschichten in Ihrem Buch ausgedacht?
Hendrikje Balsmeyer: Ich! Ich wollte ein Buch schreiben, als Geschenk für unsere Tochter. Mit einer Heldin à la Ronja Räubertochter von Astrid Lindgren. Sie spielt nicht mit Puppen, sondern reist zu Piraten und Indianern.

Ist Ihre Tochter eine kleine Ronja?
Peter Maffay: Sie ist zuallererst die Tochter ihrer Mutter. Hendrikje hat eine Tendenz zur Lausbubigkeit und Renitenz. Mir gleicht Anouk aber auch – sie mag Traktoren und Bagger. Und sie ist ein kleines Schlitzohr, neugierig und offen.

Wie viel Freude bringt Ihnen Ihr kleines Mädchen?
Balsmeyer: Sie ist das Beste, was mir passieren konnte. Es gibt nichts Schöneres, als Mutter zu sein, aber auch nichts Schwierigeres. Sie hat unseren Lebensrhythmus gehörig durcheinandergebracht.

Maffay: Ich habe – nein – Hendrikje und ich haben einen Sohn. Yaris ist Teil unserer Familie. Er ist fast 18, ein hübscher Bengel. Sein Aufwachsen habe ich leider nicht so mitbekommen, das läuft jetzt besser. Früher habe ich das Abenteuer in der Ferne gesucht, jetzt entdecke ich es zu Hause mit Anouk. Morgens wecke ich sie auf, massiere ihr den Rücken und hebe sie aus dem Bettchen. Das hat schon was.

Klingt so, als hätten Sie nichts gegen weiteren Nachwuchs.
Balsmeyer: Ich wollte immer nur ein Kind haben, ein Mädchen. Und ich bin froh, dass Peter einen großen Jungen beigesteuert hat. Er versteht sich super mit der Kleinen. Für mich ist unsere Familie perfekt.

Maffay: Und ich kann den Abi-Ball nicht noch weiter nach hinten schieben. (lacht) Will heißen: Es bleibt bei einem Kind.

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Das Kinderbuch ist Hendrikjes Debüt als Autorin. Wie stolz sind Sie auf Ihre Freundin?
Maffay: Ich finde es bemerkenswert, wie akribisch Hendrikje an die Aufgabe herangegangen ist. Diese Eigenschaft habe ich schon öfter bei ihr beobachtet, etwa, als sie ihr Staatsexamen als Lehrerin mit einer glatten Eins abgelegt hat. Den gleichen Ehrgeiz legt sie auch bei ihrer Arbeit als Leiterin der Vermarktung von Tabaluga an den Tag. (Maffays Kinder-Stiftung; Anm. d. Red.) Wir tun ja etwas, was in meinen vorherigen Beziehungen nie stattgefunden hat: Wir arbeiten zusammen.

Und wie stolz sind Sie auf Ihren Freund, Hendrikje?
Balsmeyer: Sehr. Peter ist ein warmherziger, bodenständiger Mensch. Das waren die beiden Eigenschaften, die mich trotz des Altersunterschieds dazu bewogen haben, die Beziehung einzugehen.

Maffay: Die Bodenständigkeit gab den Ausschlag? (schaut verwundert)

Balsmeyer: Ja. Wenn ich dich in einer Villa vorgefunden hätte, wäre ich gleich wieder gegangen. In deinem Haus hingegen habe ich mich sofort wohlgefühlt, es war alles echt, mit Ecken und Kanten. Auch mal ein bisschen abgeschabt, einfach normal.

“Peter soll möglichst lange bei uns bleiben”

Das Hauptthema Ihres Buches sind Träume. Was ist Ihr Traum, Hendrikje?
Balsmeyer: Ich habe nur einen großen Wunsch: Dass Peter, so wie er jetzt ist, möglichst lange bei uns bleibt.

Maffay: Das deckt sich mit meinem Wunsch. Ich wünsche mir außerdem, dass ich meine Kinder auf einen guten Weg bringen kann.

Im Buch sind auf einer Zeichnung Ihre Tattoos zu sehen. Haben Sie auch welche, Hendrikje?
Balsmeyer: Nein. Ich stehe überhaupt nicht auf Tätowierungen. Bei Peter stören sie mich aber nicht, weil sie eine Geschichte haben. Ich würde mir den Namen meiner Tochter nirgendwo hin stechen lassen – den trage ich in meinem Herzen.

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Eine bildhübsche Frau und ein von Frauen umschwärmter Musiker: Wie steht’s mit der Eifersucht?
Balsmeyer: Das ist kein Problem. Im Gegenteil, ich freue mich, wenn die Frauen Peter anschauen. Ich mag es ja auch, wenn mich ein Mann anguckt. Das heißt doch, dass mein Marktwert da draußen noch vorhanden ist.

“Eifersucht spiegelt Wertschätzung wider”

Mögen Sie es auch, wenn ein Mann Hendrikje anschaut, Herr Maffay? 
Maffay: Kommt drauf an, wie er schaut. Wenn er frech guckt, habe ich was dagegen. Ich komme vom Balkan, ich spüre das sofort. Ich halte Eifersucht aber bis zu einem gewissen Maß für eine gute Eigenschaft. Weil sie Wertschätzung widerspiegelt.

Und was würde passieren, wenn die Eifersucht einen Grund hätte?
Maffay: Ich würde Hendrikje ihre eigene Perspektive zugestehen. Reisende festzuhalten war noch nie mein Ding. Wir leben nur einmal, jeder darf frei entscheiden. Mir fällt die Entscheidung leicht, weil ich nicht mehr so viele Jahre für Experimente vor mir habe.

Balsmeyer: Also mit mehr Jahren würdest du weiter experimentieren?

Maffay: Aber nein, mein Schatz. Natürlich nicht.

Ist Hochzeit ein Thema?
Maffay: Ich schließe nichts aus. Was aber zählt, ist unsere tiefe emotionale Verbindung.

Balsmeyer: Eine Hochzeit ist nicht zwingend. Wir leben ja schon wie ein Ehepaar …

Maffay: … und zwar vom ersten Tag an. Mit Hendrikje hat es sich nicht langsam entwickelt, es hat einfach "Boom!" gemacht. Und das war’s.

Sie wirken sehr glücklich.
Balsmeyer: Unsere Tochter ist da, und Yaris lebt schwerpunktmäßig immer mehr bei uns. Für mich fühlt sich gerade alles gut und richtig an.

Maffay: Was wir als Familie erleben dürfen, ist harmonisch, aber niemals langweilig. Einfach sehr, sehr schön.

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