Prinz Harry: Er spricht über seine Mutter Prinzessin Diana – der Grund ist ernst

Vor 35 Jahren eröffnete Prinzessin Diana, †36, den ersten HIV/AIDS-Flügel Großbritanniens im Londoner Middlesex Hospital, der sich der Behandlung und Pflege von Patienten mit dem Virus widmen sollte. Ihr jüngster Sohn führt heute das Vermächtnis der verstorbenen "Königin der Herzen" fort und unterstützt derzeit die Nationale HIV-Test-Woche 2022 in Großbritannien. Zu diesem Zweck hat sich Prinz Harry, 37, mit Gareth Thomas zusammengetan. Der ehemalige Rugby-Spieler, der 2011 seine Karriere beendete, enthüllte 2019, dass er HIV-positiv ist. 

Prinz Harry über die Pionierarbeit seiner Mutter

In einem Video-Chat mit Thomas, der die "Tackle HIV"-Kampagne ins Leben gerufen hat, spricht der 37-Jährige von seinem Montecito-Zuhause aus darüber, wie wichtig es ist, weiterhin das Bewusstsein für HIV zu schärfen, wie es einst seine Mutter getan hat. "Ich könnte ihre Fußstapfen nie ausfüllen, besonders in diesem speziellen Bereich, aber aufgrund dessen, was sie getan hat und wofür sie stand und wie lautstark sie sich zu diesem Thema geäußert hat… es ist eine Konvergenz all dieser verschiedenen Teile", so Harry über seine Beweggründe.

"Was meine Mutter getan hat und was so viele andere Menschen damals getan haben, war, diese Mauer einzureißen. Die Tür aufzustoßen und zu sagen: 'Nein. Wenn Menschen leiden, müssen wir mehr darüber lernen, und wenn es ein Stigma gibt, das so eine große Rolle spielt, dann müssen wir wirklich mehr darüber reden'", sagt der Wahlamerikaner. Damit fühlten sich die Leute anfangs vielleicht ein bisschen unwohl, meint er, doch Stigmatisierung lebe vom Schweigen.

Prinzessin Diana schaffte „Empathie und Verständnis“

"Was meine Mutter vor all den Jahren begonnen hat, war Empathie und Verständnis zu schaffen… aber auch Neugier, was meiner Meinung nach wirklich stark war", hebt er lobend hervor. Die meisten Menschen seien ignorant gegenüber der Krankheit, weil sie selbst nicht glauben, einem Risiko ausgesetzt zu sein und sich infizieren zu können. Er selbst wisse zwar, dass er nicht zu einer Risikogruppe gehöre, hoffe jedoch, dass sein Test anderen helfen würde, sich damit wohler zu fühlen, selbst einen zu machen. "Es wird zweifellos ein Leben retten oder zumindest jemanden, der in Angst lebt, ermutigen, sich zu trauen, den eigenen Status zu erfahren, was wiederum ein Leben retten wird", so Harry. 

Im Rahmen seiner Aufklärungsarbeit unterzog sich der Brite gemeinsam mit Sängerin Rihanna, 33, bei einem Besuch in ihrer Heimat Barbados im Jahr 2016 einem HIV-Test. "Die jüngere Generation, die nachkommt, will darüber reden, aber es gibt immer noch dieses Stigma. Wenn wir es durch Tests normalisieren und ein Beispiel setzen können, sei es noch so klein, dann haben wir es richtig gemacht", erklärte er damals. 

Verwendete Quellen: people.com, dailymail.co.uk

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