Rassismus-Vorwurf: Thomas Gottschalk lehnt Entschuldigung ab

Ende Januar sorgte die Ausstrahlung einer Wiederholung der WDR-Talkshow “Die letzte Instanz” für allerlei Aufregung und Kritik. In der Sendung hatte Moderator Steffen Hallaschka (49) mit seinen Gästen Janine Kunze (46), Jürgen Milski (57), Micky Beisenherz (43) und Thomas Gottschalk (70) über den Gebrauch rassistischer Sprache im Alltag diskutiert. Die von vielen als unkritisch empfundenen Aussagen resultierten in einem gewaltigen Twitter-Shitstorm. Nur wenig später räumten sowohl der WDR als auch Moderator Steffen Hallaschka Fehler ein, Janine Kunze und Micky Beisenherz entschuldigten sich ebenfalls. Nun äußerte sich auch Thomas Gottschalk: Obwohl er sich nicht entschuldigen möchte, zeigte er sich einsichtig.

“Ich bin auch heute nicht bereit, mich für etwas zu entschuldigen, das weder verletzend noch bösartig gemeint war. Aber ich bin bereit, zu lernen und zuzuhören”, erklärte der Showmaster in der Welt am Sonntag. Sein Weltbild sei im vergangenen Jahrhundert verstanden, entsprechend erkenne er an, dass “einiges justiert werden muss”. “Ein altes Hirn sollte in der Lage sein, neu zu denken”, fügte er an. Dann ließ er doch noch eine kleine Entschuldigung durchklingen: “Menschen, die ich enttäuscht habe, nehme ich ernst und es tut mir leid.” Er müsse gerade lernen, dass man Menschen auch verletzen könne, indem man sie nicht versteht.

Der 70-Jährige sagte, dass es Momente gebe, in denen man erkennen müsse, “dass es so, wie es immer ging, eben nicht mehr geht”. Gewisse Begriffe wolle er von nun an nicht mehr benutzen. Einem Menschen seiner Eloquenz stehen unzählige Worte zur Verfügung, die weder missverständlich sind, noch aus einer Denkschule kommen, die ausgedacht habe. “Niemals wollte ich jemandem wehtun”, schloss er.


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