Rebecca Reusch: Seit zwei Jahren vermisst – ein Verdacht bleibt

Alle Indizien deuten auf Florian R.

Die Polizei geht davon aus, dass Rebecca nicht mehr lebt.

Eine Leiche haben die zuständigen Ermittler allerdings bis heute nicht finden können.

Bis heute gilt der Ehemann von Schwester Vivien als Hautpverdächtiger.

Am 18. Februar jährte sich zum zweiten Mal der Tag, an dem die 15-jährige Rebecca Reusch aus Berlin spurlos verschwand. Bis heute ist der Fall ungelöst — auch wenn nach wie vor ganz klar alle Indizien auf einen möglichen Täter hindeuten …

Was passierte wirklich mit Rebecca Reusch?

Seit über zwei Jahren rätselt die Polizei darüber, was Rebecca Reusch am Vormittag des 18. Februars passiert ist. Die Schülerin hält sich am besagten Tag im Haus ihrer Schwester im Neuköllner Stadtteil Britz auf. Bei ihr ist nur ihr Schwager Florian R., 27, der schnell zum Hauptverdächtigen wird. Zweimal wird er festgenommen und anschließend wieder freigelassen. Bis heute deuten allerdings nach wie vor alle Indizien darauf hin, dass er der Mörder der 15-Jährigen ist. Die Kriminalpolizei geht davon aus, dass Rebecca “das Haus nicht lebend verlassen hat“.

Florian R.: Diese Indizien belasten den Schwager von Rebecca Reusch

1. Der 27-jährige Mann von Rebeccas Schwester behauptet, dass die Schülerin das Haus am Morgen ihres Verschwindens verlassen habe. Dies konnte bis heute allerdings nicht bestätigt werden. Sie kommt nicht in der Schule an, es gibt kein weiteres Lebenszeichen von ihr. Auffällig ist, dass ihr Handy zum letzten Mal im Haus des Schwagers geortet wird, dann bricht das Signal ab.

2. Auch mit einer Fahrt von Berlin nach Polen am 18. und 19. Februar macht sich Florian R. verdächtig. Das Auto der Familie, zu dem zum besagten Zeitpunkt nur der Verdächtige Zugang hatte, wird auf der Autobahn erfasst. Eine Erklärung für seine Reise kann er nicht liefern. Zwischenzeitlich wird spekuliert, dass R. möglicherweise Drogen transportiert haben könnte und deshalb den Grund für die Fahrt verschwieg. Bis heute konnten die wahren Hintergründe nicht geklärt werden.

3. In einem Wald nahe Kummersdorf wollen Zeugen am 18. Februar sowohl den weinroten Renault Twingo von Florian R., als auch den Verdächtigen selbst gesehen haben. Er habe sich auffällig verhalten, weil er sich unruhig in alle Richtungen umgesehen habe. Als er die Zeugen bemerkte, sei er schneller gegangen und habe nur noch nach unten geguckt, so als wolle er nicht erkannt werden.

4. Zwei Ex-Freundinnen sagten unabhängig voneinander aus, dass Florian R. sie während ihrer Beziehungen geschlagen und eingesperrt habe. Beweise für die Vorwürfe gibt es allerdings nicht. Außerdem haben beide Frauen die Misshandlungen nicht zur Anzeige gebracht.

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Darum gab es bis heute keine Anklage

Warum ist Florian R. nach wie vor auf freiem Fuß? Das große Problem: Bei den vielen Hinweisen handelt es sich lediglich um Indizien und keine Beweise. Dazu kommt, dass es bis heute keine Leiche gibt und auch im Haus oder im Auto des Verdächtigen keine Spuren nachgewiesen werden konnten, die ihn in Verbindung mit dem Verschwinden von Rebecca bringen. Dennoch gibt die Polizei die Suche nach der 15-Jährigen nicht auf. Die zuständigen Ermittler wollen auch weiterhin die Wahrheit ans Licht bringen und endlich herausfinden, was 2019 wirklich mit Rebecca passiert ist.

 

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