79. Verleihung der Golden Globes findet ohne Publikum und roten Teppich statt

  • Am 9. Januar 2022 werden in den USA zum 79. Mal die Golden Globes verliehen.
  • Sie zählen zu den wichtigsten Preisen in der US-amerikanischen Unterhaltungsindustrie.
  • Alle Fakten rund um die diesjährige Verleihung im Überblick.

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Am 9. Januar werden in Los Angeles die Golden Globes, der zweitwichtigste Filmpreis in der amerikanischen Unterhaltungsindustrie, verliehen. Die diesjährige Vergabe wird allerdings ohne Publikum und ohne den üblichen Empfang am roten Teppich stattfinden. Das gab der Verband der Auslandspresse (HFPA) am Dienstag bekannt.

Die Gewinner der 79. Golden Globe Awards sollen demnach im Rahmen einer abendlichen Veranstaltung im Ballsaal des Beverly Hilton Hotels um 18:00 Uhr Ortszeit bekanntgegeben werden. Wegen der Corona-Pandemie sollen nur ausgewählte Gäste zugelassen werden, darunter Verbandsmitglieder. Anwesende müssen (Booster-)Impfnachweise und negative PCR-Tests vorlegen, Masken tragen und Abstand halten.

Im Rahmen der Gewinner-Bekanntgabe will der Verband auch seine philanthropische Arbeit und Spendenempfänger vorstellen und Reformen mit Blick auf mehr Diversität und Gleichstellung ansprechen.

Verleihung steht wegen fehlender Diversität in der Kritik

Der HFPA-Verband war 2021 wegen mangelnder Vielfalt und Intransparenz unter heftige Kritik und Reformdruck geraten. So hatte unter anderem Schauspieler Tom Cruise seine drei Trophäen zurückgegeben, die er jeweils für „Geboren am 4. Juli“, „Jerry Maguire – Spiel des Lebens“ und „Magnolia“ als bester Hauptdarsteller gewonnen hatte. Auch Scarlett Johansson hatte sich der Kampagne gegen die Organisation angeschlossen.

Der Haussender NBC, der die Trophäen-Gala seit 1996 ausstrahlte, sagte die üblicherweise starbesetzte TV-Show für 2022 ab. Danach wählte der Globe-Verband im Zuge von Reformen einen neuen Vorstand und nahm mehr Mitglieder auf.

Golden Globes 2022: Wer hat die meisten Gewinnchancen?

Mitte Dezember wurden die Nominierungen verkündet. Im Bereich Fernsehen hat die Drama-Comedy-Serie „Succession“ mit insgesamt fünf Nominierungen die besten Gewinnchancen. Auf Platz zwei und drei folgen jeweils mit vier Nominierungen die Dramaserie „The Morning Show“ und die Comedy-Serie „Ted Lasso“.

Im Bereich Film zählen die Dramen „Belfast“ und „The Power of the Dog“ mit jeweils sieben Nominierungen zu den Favoriten. Auch das Spielberg-Musical „West Side Story“, die Tragikomödie „Licorice Pizza“, die Satire „Don’t Look Up“ und das Sportdrama „King Richard“ haben mit jeweils vier Nominierungen mehrere Gewinnchancen.

Das sind alle Nominierungen im Bereich Film

Bestes Drama

  • „Belfast“
  • „Coda“
  • „Dune“
  • „King Richard“
  • „The Power of the Dog“

Beste Komödie/Musical

  • „Cyrano“
  • „Don’t Look Up“
  • „Licorice Pizza“
  • „Tick, Tick…Boom!“
  • „West Side Story“

Beste Schauspielerin Drama

  • Jessica Chastain in „Eyes of Tammy Faye“
  • Olivia Colman in „The Lost Daughter“
  • Nicole Kidman in „Being the Ricardos“
  • Lady Gaga in „House of Gucci“
  • Kristen Stewart in „Spencer“

Bester Schauspieler Drama

  • Mahershala Ali in „Swan Song“
  • Javier Bardem in „Being the Ricardos“
  • Benedict Cumberbatch in „The Power of the Dog“
  • Will Smith in „King Richard“
  • Denzel Washington in „The Tragedy of Macbeth“

Beste Schauspielerin Komödie/Musical

  • Marion Cotillard in „Annette“
  • Alana Haim in „Licorice Pizza“
  • Jennifer Lawrence in „Don’t Look Up“
  • Emma Stone in „Cruella“
  • Rachel Zegler in „West Side Story“

Bester Schauspieler Komödie/Musical

  • Leonardo DiCaprio in „Don’t Look Up“
  • Peter Dinklage in „Cyrano“
  • Andrew Garfield in „Tick, Tick…Boom!“
  • Cooper Hoffman in „Licorice Pizza“
  • Anthony Ramos in „In the Heights“

Beste Nebendarstellerin

  • Caitriona Balfe in „Belfast“
  • Ariana DeBose in „West Side Story“
  • Kirsten Dunst in „The Power of the Dog“
  • Aunjanue Ellis in „King Richard“
  • Ruth Negga in „Passing“

Bester Nebendarsteller

  • Ben Affleck in „The Tender Bar“
  • Jamie Dornan in „Belfast“
  • Ciarán Hinds in „Belfast“
  • Troy Kotsur in „CODA“
  • Kodi Smith-McPhee in „The Power of the Dog“

Beste Regie

  • Kenneth Branagh für „Belfast“
  • Jane Campion für „The Power of the Dog“
  • Maggie Gyllenhaal für „The Lost Daughter“
  • Steven Spielberg für „West Side Story“
  • Dennis Villeneuve für „Dune“

Bestes Drehbuch

  • Paul Thomas Anderson für „Licorice Pizza“
  • Kenneth Branagh für „Belfast“
  • Jane Campion für „The Power of the Dog“
  • Adam McKay für „Don’t Look Up“
  • Aaron Sorkin für „Being the Ricardos“

Bester Animationsfilm

  • „Encanto“
  • „Flee“
  • „Luca“
  • „My Sunny Maad“
  • „Raya and the Last Dragon“

Bester fremdsprachiger Film

  • „Compartment No. 6“ (Deutschland, Russland, Finnland)
  • „Drive My Car“ (Japan)
  • „The Hand of God“ (Italien)
  • „A Hero“ (Iran, Frankreich)
  • „Parallel Mothers“ (Spanien)

Beste Filmmusik

  • Alexandre Desplat für „The French Dispatch“
  • Germaine Franco für „Encanto“
  • Jonny Greenwood für „The Power of the Dog“
  • Alberto Iglesias für „Parallele Mütter“
  • Hans Zimmer für „Dune“

Bester Filmsong

  • „Be Alive“ von Dixson, Beyoncé in „King Richard“
  • „Dos Oruguitas“ von Lin-Manuel Miranda in „Encanto“
  • „Down to Joy“ von Van Morrison in „Belfast“
  • „Here I Am (Singing My Way Home)“ von Carole King, Jennifer Hudson und Jamie Hartman in „Respect“
  • „No Time to Die“ von Billie Eilish und Finneas O’Connell in „James Bond 007: Keine Zeit zu sterben“

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Verwendete Quellen:

  • dpa
  • HFPA-Internetseite

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