"Bares für Rares"-Experte entlarvt Erbstück als billige Kopie

Cedric und Alexander Tovar wollen bei „Bares für Rares“ ein altes Erbstück verkaufen. Doch Vater und Sohn werden von dem Experten Detlev Kümmel maßlos enttäuscht und müssen die Sendung verlassen. 

Experte Detlev Kümmel nimmt das Teil genauer unter die Lupe. „Eine Glocke, die man an die Wand hängen kann. In einer Kirche würde sie der Gemeinde signalisieren, aufzustehen, wenn der Pfarrer eintritt“, erklärt er. Außerdem erkennt er auf ihr die vier Evangelisten Matthäus, Johannes, Lukas und Markus.  

Kein wertvolles Erbstück, sondern nur eine hübsche Dekoration 

Schnell fällt ihm aber auch auf: Die Abbildungen sind nicht gut gemacht. Der Experte schätzt die Glocke auf etwa 40 Jahre, gibt aber auch zu: „könnte aber auch von letzter Woche Donnerstag gewesen sein. Solche Glocken bekommen sie auch heute noch. Wir nennen das scherzhaft Antik 2000.“

Es ist handele sich um „eine schöne Dekoration, die aber mit Historie nichts zu tun hat. Sie ist nicht aus dem 18. oder 19. Jahrhundert, sondern eher aus dem 21. Jahrhundert“. Damit sinkt natürlich auch der Wert des Erbstücks. Die hübsche Dekoration sei eben keine Rarität und keinesfalls ein Unikat. Mehr als 45,90 Euro würde Kümmel für die Glocke nicht zahlen.  

Vater und Sohn ist die Enttäuschung anzusehen. „Wir hatten jetzt nicht die ganz großen Erwartungen“, sagt Alexander. „Aber mit nach Hause nehmen werde ich sie trotzdem nicht.“ Moderator Horst Lichter sieht das anders: „Das werdet ihr müssen“, stellt er schonungslos klar. „Ganz ehrlich, es ist eine Reproduktion. Hier wurde etwas gemacht, das alt aussehen sollte. Seid mir nicht böse. Behaltet es oder verschenkt es.“ 

  • Für zwei Folgen : RTL nimmt GZSZ vorübergehend aus dem Programm
  • „Vorbildfunktion“: Peta stellt Forderung an “Bares für Rares“
  • Änderung im Programm: ZDF streicht mehrere “Bares für Rares“-Folgen

Mehr als einen Erinnerungswert an die Großmutter hat die Glocke also nicht. „Es ist gerade ein Wechselbad der Gefühle“, findet Alexander, meint aber auch: „Man hat sich schon ein bisschen mehr erhofft. Mit ein bisschen Abstand werden wir bestimmt sagen, dass es ein schöner Tag und ein tolles Erlebnis gewesen ist.“

Quelle: Lesen Sie Vollen Artikel