"Club der roten Bänder": Die wahre Geschichte hinter der Serie | InTouch

„Club der roten Bänder“ war ein echter Überraschungserfolg. Die Geschichte der sechs teils unheilbar kranken Teenager rührte Millionen Zuschauer im deutschen TV zu Tränen. Dahinter verbirgt sich ein Schicksal aus dem echten Leben…

Große Gefühle, echte Charakterdarsteller und eine emotionale Geschichte, mit der Serie “Club der roten Bänder” begeisterte VOX zwischen 2015 und 2017 ein Millionenpublikum. Und weil es die Zuschauer so interessierte, erzählte der zugehörige Film “Club der roten Bänder – Wie alles begann” 2019 noch die traurige Vorgeschichte zur Serie. Zwischen Rollstuhlrennen und inniger Freundschaft bleibt wirklich kein Auge trocken. Umso trauriger, dass sich hinter “Club der roten Bänder” eine tragische Geschichte aus dem echten Leben verbirgt.

“Club der roten Bänder” erzählt die Geschichte von Albert Espinosa

Die Adaption der katalanischen Serie „Polseres vermelles“ (2011) erzählt die wahre Geschichte des Drehbuchautors Albert Espinosa. Die Serie beruht auf seinem Buch „Glücksgeheimnisse aus der gelben Welt“ (“El mundo amarillo”). Zehn Jahre kämpfte er selbst gegen den Krebs. Es wurde ihm sogar ein Bein abgenommen. Heute blickt er auf seinen langen Krankenhausaufenthalt auch voller Dankbarkeit zurück. „Ich war glücklich mit dem Krebs. Diese Zeit gehört zu den schönsten meines Lebens“, schrieb der Geheilte in seinem Buch. Und das hat Albert Espinosa seinen damaligen Freunden in der Klinik zu verdanken.

Club der roten Bänder: Die Charaktere sind Alberts echte Freunde

Die Jugendlichen Leo, Emma, Jonas, Alexander, Anton und Hugo, allesamt zwischen 12 und 17 Jahren, sind vereint durch ihre schwere Krankheit und gründen gemeinsam den “Club der roten Bänder”. In jedem der sechs Charaktere der Serie hat Albert Espinosa vier oder fünf Kinder eingebracht, die er aus der Klinik kannte. Für ihn war es einfach zu schwierig über einen bestimmten Freund zu sprechen, deswegen hat er mehrere in einer Person vermischt. Viele seiner Freunde sind während der Zeit gestorben. Wie er mit den grausamen Schicksalsschlägen umgegangen ist, erzählt er im Gespräch mit VOX: „Ich habe das Gefühl, dass Verluste immer Gewinn sind: Als ich mein Bein verloren habe, habe ich einen Stumpf dazugewonnen. Ich habe eine Lunge verloren und ich habe gelernt, dass man mit einer Hälfte trotzdem weiterleben kann.“

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Das rote Band von seiner ersten OP hat der heute 42-Jährige behalten. „Es symbolisiert, was ich alles erlebt habe“, sagt er. Hollywood-Legende Steven Spielberg wollte ihm das Band abkaufen, doch er lehnte ab. Denn Alberts Espinosas Geschichte berührt die ganze Welt. In Spanien haben sich die Besuche auf Kinderstationen wegen der Serie sogar um 40 Prozent erhöht. „Ich habe das Gefühl, dass sich das Leben von vielen Menschen verbessert, wenn man diese Geschichte erzählt. In Italien hat mir mal ein Kind gesagt, dass seine Helden keine roten Umhänge tragen, sondern rote Bänder.“ Etwa 10.000 Mails bekommt der Autor am Tag. Menschen berichten ihm, wie sehr die Serie ihnen Mut gemacht hat. „Mich macht es stolz, das ich meine Erfahrungen in etwas verwandeln kann, dass den Menschen hilft“, erzählt er.

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