Schwartz & Schwartz: Wo der Tod wohnt

Berlin (dpa) – Ein Staubsauger im Haus macht sich selbständig. Der kleine Roboter landet draußen auf dem Gehweg, mit Blutspuren am Gehäuse. Das Blut stammt von einer Leiche im Wohnzimmer – Clea Gerbel (Katja Studt) wurde ermordet.

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Das ist der Ausgangspunkt des neuen Krimis aus der ZDF-Reihe “Schwartz & Schwartz” mit dem Titel “Wo der Tod wohnt”. Er läuft am Samstag um 20.15 Uhr im Zweiten.

Anwohner sind sich schnell einig. Ein Nachbar, die sogenannte “Bestie von Malchow”, muss der Täter sein: Marlon Ortlieb (Hendrik Arnst) gilt als psychisch auffälliger Mann und hat wochenlang die gesamte Siedlung tyrannisiert, meist mit ziemlich lauter Musik.

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Ortliebs Tochter Kim (Monika Oschek) beauftragt die beiden Berliner Detektivbrüder Andi (Devid Striesow) und Mads Schwartz (Golo Euler), weil sie Kommissarin Karin Lichtness (Nina Kunzendorf), eine Nachbarin ihres Vaters, nicht vertraut. Das tut auch Mads nicht, da er sie als frühere knallharte Ausbilderin kennt, und setzt eher auf seine Ex-Kollegin Iris Doppelbauer (Brigitte Hobmeier).

Das klingt nicht nur kompliziert, das ist es auch, stoßen die beiden Ermittler doch auf den schmierigen Chef eines Inkassobüros, einen unscheinbaren Familienvater, einen überforderten Tierarzt – und auf einen achtlos weggeworfenen Penisring mit eingebautem Vibrator.

Etwas Humor tut diesem komplexen Film vom Autor und Regisseur Alexander Adolph (54, “Der große Rudolph”) sichtlich gut. Er hat auch die beiden ersten Filme dieser Reihe atmosphärisch inszeniert und zeigt das ermittelnde Bruderpaar als ungleiche, teils bornierte Eigenbrötler, die sich immer wieder streiten und zusammenraufen müssen, auch für einen Sicherheitsdienst arbeiten und wahlweise als falsche Versicherungsvertreter oder Seelsorger auftreten. Natürlich können sie den Fall aufklären – die Frage, wer hier wen tyrannisiert, bleibt allerdings offen.

Übrigens apropos Nachbarn: Devid Striesow ist mit seinem nachbarschaftlichen Umfeld in der Hauptstadt offenbar nicht so dicke. “Es gibt Nachbarschaftsverhältnisse, in denen es ein cooles Miteinander gibt, wo einer dem anderen hilft – das ist zum Beispiel auch in Zeiten der Corona-Problematik ganz aktuell”, sagte der Schauspieler im ZDF-Interview. “Mir persönlich ist so etwas noch nicht passiert – im großen Berlin weiß manch einer gar nicht, wer im selben Haus wohnt, geschweige denn, auf der anderen Straßenseite. Ein bisschen Abstand ist vielleicht gar nicht schlecht.”

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