Wie Amira jetzt ihren Mann Oliver Pocher übertrumpft

„Die Superzwillinge“ heißt ein neues Format auf Vox. Präsentiert wird das von Amira Pocher. Und die unterscheidet sich damit von ihrem Haudrauf-Ehemann Oliver Pocher extrem. 

Viele Sender krempeln gerade die Ärmel hoch und wollen sich verändern. ProSieben möchte politischer werden, RTL mehr Familien ansprechen. Zur RTL-Familie gehört auch Vox. Anders als sein großer Bruder steht der Sender eigentlich schon lange eher für Harmonie als für „Haha Moni!“. Statt Protagonisten auszulachen und zu verurteilen gibt es hier Wohlfühlfernsehen. Beispiel gefällig? „Das Perfekte Dinner“, „Shopping Queen“, „Zwischen Tüll und Tränen“, „Goodbye Deutschland“ und und und. 

Hier wird selten mit dem Finger auf andere gezeigt oder sich lustig gemacht, sondern vielmehr mitgefühlt. In diese Philosophie reiht sich jetzt auch der Vox-ernannte „Feel Good Friday“ ein. Teil davon ist die neue Show mit Amira Pocher. Die kennt man seit einigen Jahren als Frau von Oliver Pocher und den kennt man, Sie wissen schon, eigentlich vom genauen Gegenteil von Feel Good. 


Oliver Pocher tritt nach, Amira Pocher fühlt mit 

Der Comedian sucht sich meist Opfer, die ohnehin schon am Boden liegen und tritt dann nochmal schön nach. Wenn halb Deutschland sich über Michael Wendler und seine 28 Jahre jüngere Frau echauffiert, dann liefert Pocher die schmuddeligen Witze dazu. Wenn Boris Becker dem Pleitegeier zum Opfer fällt, ist Pocher schon zur Stelle und ersteigert Trophäen. Das mögen manche lustig finden, andere eher nicht. Deswegen polarisiert der 1-Meter-70-Mann. Seine Frau tut es nicht. 

Sie ist gewissermaßen sein Gegenpol, nimmt nicht selten die Rolle der Verständnisvolleren und ja, der ein bisschen Coolerin ein. So präsentiert sich Amira Pocher nun auch im neuen Vox-Format „Die Superzwillinge“. Was sich zunächst nach einer Mischung aus „Super Nanny“ und super seltsam anhört, ist bei näher Betrachtung vor allem eins: ein Feel-Good-Format. Die Moderatorin führt mit ihren Kandidaten Gespräche auf Augenhöhe, wirkt nicht unnötig gekünstelt, sagt keine auswendig gelernten Kärtchen auf, sondern fiebert mit dem Geschehen authentisch mit. 

Wer sind die „Superzwillinge“

Auch die Kandidaten sind nicht gänzlich bescheuert, sondern eigentlich ganz sympathische und interessante Protagonisten. „Ich habe mich schon immer gefragt: Wie muss das sein, wenn es dich doppelt gibt?“, fragt Amira Pocher zu Beginn der Show. Als Zuschauerin fragt man sich bei so manchen Szenen, ob man vielleicht den einen oder anderen Doppelkorn zu viel intus hat, um dann zu merken: ach ja Superzwillinge. 

„Die Superzwillinge“: Ilona und Susanna gleichen sich wie ein Ei dem anderen.(Quelle: RTL / Frank Beer)

In der Sendung sollen die Geschwisterpaare der besonderen Art ihre Doppelkräfte beweisen. Das stärkste Paar geht am Ende nicht nur mit dem Supertitel nach Hause, sondern auch mit 50.000 Euro. Besonders putzig sind dabei die Schwestern Ilona und Susanna. Die 24-Jährigen haben noch nie getrennt voneinander geschlafen. Nein, auch nicht für gemeinsame Stunden mit einem möglichen Partner, denn: „Wir daten nicht“, bestätigen die beiden, die demzufolge noch nie einen Freund hatten.

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Gemeinsame Toilettengänge 

Was die längste Zeit war, die die beiden bisher voneinander getrennt waren, wollen die übrigen Zwillinge wissen, die zwar auch eng, aber dann doch nicht so eng miteinander sind. „60 Minuten“, versichern Susana und Ilona fast im Chor, um dann festzustellen: „Ach nein, das stimmt nicht: 90 Minuten.“ Da die beiden immer exakt gleich viel essen und trinken, Lebensmittel werden abgewogen, müssen sie auch stets zur gleichen Zeit auf die Toilette. In der Nacht haben sie sogar gleichzeitig Wadenkrämpfe.

Es ist eine verrückte Welt, in die wir da eintauchen dürfen. Die Zwillinge der Show sind allesamt glücklich über ihr Doppelleben, das in diesem Zusammenhang ausnahmsweise mal nicht negativ gemeint ist. „Jeder Mensch sollte irgendwie einen Zwilling haben, weil’s einfach voll toll ist“, bestätigt ein anderes Paar und wir vorm Fernseher fiebern tatsächlich mit, können uns für die Protagonisten freuen, statt sie auszulachen und sehnen uns vielleicht insgeheim auch nach einer eigenen Version von uns selbst, nur um dann doch entspannt auf die Toilette zu gehen – allein.  

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